Luckin Coffee

Kurssturz nach getürkten Umsatzahlen

Die chinesische Coffeehouse-Kette Luckin Coffee.
Luckin Coffee
Die chinesische Coffeehouse-Kette Luckin Coffee.

Bei der börsennotierten chinesische Kaffeebar-Kette haben Topmanager und Mitarbeiter Zahlen deutlich geschönt. Nach Bekanntwerden sank der Aktienkurs um knapp 80 Prozent. 

Das Unternehmen hat seinen COO Jian Liu und die ihm unterstellten Mitarbeiter bereits suspendiert, nachdem ein Sonderausschuss eingesetzt wurde, der den Jahresabschluss für 2019 untersuchen soll. 

Eine Untersuchung hat ergeben, dass ab dem zweiten Quartal 2019 bis zum vierten Quartal 2019 gefälschte Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Yuan (knapp 290 Mio. Euro) angegeben wurden, rund 40 Prozent des geschätzten Jahresumsatzes. Außerdem wurden Kosten und Ausgaben im gleichen Zeitraum erheblich überhöht eingetragen. 

Nur wenige Tage vor der Ankündigung der Untersuchung wurden zwei neue Direktoren in den Vorstand berufen. Luckin Coffee warnte die Investoren davor, sich auf die vergangenen Jahresabschlüsse zu verlassen, welche ein rasantes Wachstum aufzeigten. 

Ende September 2019 zählte Luckin laut Gewinnermittlung für das dritte Quartal 2019 3.680 Standorte. Dies würde einer sechsfachen Steigerung zu Juni 2018 entsprechen. Luckin Coffee konkurriert auf dem chinesischem Markt stark mit Starbucks, dem Weltmarktführer in Sachen Kaffeebars.
Luckin Coffee
Die Kaffeebar-Marke wurde 2017 vom derzeitigen CEO Qian Zhiya gegründet. Luckin wird von BlackRock (BLKB) - Get Report und Singapurs mächtigem Staatsfon unterstützt. Die Aktie hatte mit 51,38 Dollar ihren Höchststand im Januar 2020. Der Absturz begann mit Ausbruch der Corona-Pandemie. Derzeit liegt der Wert bei rund 5 Dollar.



Sie möchten Aktuelles zum Thema "Kaffee" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Kaffee"-Dossier.
Themen:
Luckin
stats