Lufthansa

LSG Sky Chefs vor dem Verkauf


Die LSG Sky Chefs verdienen ihr Geld hauptsächlich in der Luft.
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Die LSG Sky Chefs verdienen ihr Geld hauptsächlich in der Luft.

Spekulationen gab es in der Branche schön seit längerer Zeit: da die Cateringsparte LSG Sky Chefs in der Marge weniger Gewinn generiert als andere Teile der Lufthansa AG, wolle sich die Airline mittelfristig von den Sky Chefs trennen. Nun nehmen diese Gerüchte Form an.

Die Unternehmenssprecherin der LSG Sky Chefs mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt gibt sich zugeknöpft und verweist an die Lufthansa. Die hat die angestrebte Trennung aber offenbar eingeläutet. Der Vorstand habe einen formalisierten Verkaufsprozess beschlossen, um eine Veräußerung der LSG Group als Ganzes oder in Teilen vorzubereiten, erklärte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.
700 Millionen Mahlzeiten pro Jahr
Die LSG gehört zu den führenden Airline-Caterern der Welt. Sie liefert jährlich rund 700 Millionen Mahlzeiten und ist an 205 Flughäfen weltweit für mehr als 300 Fluggesellschaften und eine wachsende Zahl europäischer Bahnbetreiber tätig.

Die LSG Group, die neben dem Catering noch andere Dienstleistungen anbietet, erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 35.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg im vergangenen Jahr, vor allem durch den Wegfall von Restrukturierungskosten, um 73 Prozent auf 115 Millionen Euro. Als mögliche Interessenten werden die Konkurrenten Do & Co (Österreich) und Gategroup (Schweiz) gehandelt.

In Deutschland hat die LSG knapp 6.000 Vollzeitstellen. In den von dem Fachmagazin foodservice zusammengestellten TOP 100 der stärksten Gastroplayer in Deutschland belegt die Gruppe mit rund 800  Mio. Euro den Platz drei hinter Burger King und McDonald's.



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