Main-Kinzig-Kliniken

Schick ohne Plastik

Zukünftig ohne Plastik-Geschirr wollen die Cafeterien der Main-Kinzig-Klinken auskommen.
Main-Kinzig-Kliniken
Zukünftig ohne Plastik-Geschirr wollen die Cafeterien der Main-Kinzig-Klinken auskommen.

Die EU will Trinkhalme und Einweggeschirr aus Plastik verbieten. An den Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern und Gelnhausen testet das Gastro-Team heute schon nachhaltige Alternativen.#/AB

Dieser Text ist ein Exzerpt.
Der Bericht ist in der Februar-Ausgabe der gv-praxis erschienen.

Bereits zur Eröffnung der neuen Palliativstation im hessischen Schlüchtern im Oktober vergangenen Jahres servierte das Gastronomie-Team des Krankenhauses das angebotene Fingerfood in kleinen Schälchen aus Palmblatt. Dazu gab es Mini-Bestecke aus Holz, während in den Glasflaschen Trinkhalme aus Papier steckten. "Gerade bei Großveranstaltungen ist der Einsatz von Einwegverpackungen häufig praktikabler und wirtschaftlicher", erklärt der Gastronomieleiter an den Main-Kinzig-Kliniken (MKK) Enrico Schmidt.

Umweltproblem

Doch die klassischen Einweglösungen aus Plastik sind in den letzten Jahren in Verruf geraten. Angesichts der starken Verschmutzung der Weltmeere, schlagen Umweltorganisationen wie der WWF Alarm. Im Dezember 2018 verabschiedete das EU-Parlament eine Resolution, nach der die Mitgliedstaaten bis 2025 den Verbrauch bestimmter Einwegprodukte, wie beispielsweise Kaffeebecher, um ein Viertel senken müssen. Produkte, für die es aktuell bereits Alternativen gibt, sollen sogar schon 2021 verbannt werden, darunter Trinkhalme und Einweggeschirr aus Kunststoff.

Plastikberge in der Gastronomie

Auch in den Main-Kinzig-Kliniken gehören Plastik-Lösungen in der Gastronomie zum Klinikalltag. Laut eigenen Schätzungen wurden im vergangenen Jahr an den beiden Standorten Gelnhausen und Schlüchtern rund 25.000 große Becher, 20.000 kleine Becher, 1.800 Mitnahme-Salatschalen und 34.000 Rührstäbchen verbraucht.

Die Entwicklung hat die Verantwortlichen dazu bewegt, sich nach umweltfreundlicheren Alternativen umzuschauen. "Wir sind aus Überzeugung aktiv geworden", fasst Stephanie Lohfink, Leiterin der Cafeteria , die Motivation zusammen. "Es war uns wichtig, zu hinterfragen: Auf was können wir verzichten, und was können wir ersetzen?"

Welche Produkte in den Krankenhaus-Cafeterien zum Einsatz kommen und wie das Fazit der Verantwortlichen ausfällt, lesen gv-praxis-Abonnenten im Februar-Heft oder im E-Paper.

stats