Maredo

13 Restaurants für immer dicht

Das Maredo-Restaurant am Hackeschen Markt in Berlin gehört zu den 13, die nie mehr ihre Türen öffnen werden.
imago images /STPP
Das Maredo-Restaurant am Hackeschen Markt in Berlin gehört zu den 13, die nie mehr ihre Türen öffnen werden.

Maredo hat eine große Historie: In den 70er Jahren gegründet galt die Kette lange Jahre als der Inbegriff des guten Steakhauses - hier brummte bis in die 1990er Jahre der Laden, das Feiern von Geburtstagen und Weihnachtsfeiern dort gehörte zum guten Ton.

Diese Zeiten sind lange vorbei - der traurige Tiefpunkt ereignete sich dann Mitte März dieses Jahres: Maredo meldete in Düsseldorf beim Amtsgericht Insolvenz an.

Aktuell sind davon 950 Mitarbeiter in 35 Restaurants in Deutschland und 54 Mitarbeiter in zwei Standorten in Salzburg und Wien betroffen. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro pro Jahr.

Anfang April äußerte sich Geschäftsführer Klaus Farrenkopf noch zuversichlich, dass die Restaurants bald wieder öffnen - nun allerdings schrieb er in einer internen Mitteilung, dass 13 Standorte (darunter zwei in Berlin, Aachen, Braunschweig, Dresden, Essen, Hamburg, Wiesbaden, Wuppertal, Duisburg, Nürnberg, Lübeck und Bremen) für immer geschlossen werden.

Wirtschaftlich sähe man für diese Häuser keine Zukunft mehr, auch nicht nach der Coronakrise. Mit den Schließungen gehen auch eine hohe Anzahl von betriebsbedingten Kündigungen von Mitarbeitern einher.
Maredo in Kürze
Maredo, 1973 von Manfred Holl, Karl-Heinz Reinheimer und Udo Schlote gegründet, ist eine Steakhauskette mit 35 Restaurants in Deutschland sowie je einem Restaurant in Salzburg und Wien. Ende Februar 2017 übernahm Perusa-Fonds die Maredo-Gruppe.

In den vergangenen Wochen hatte man intensiv mit den Vermietern der Restaurantflächen an den Standorten verhandelt, um eine größere Liquidität zu erreichen. Offenbar führten diese Verhandlungen nicht zu dem gewünschten Erfolg.

Gleichzeitig gibt sich Farrenkopf zuversichtlich, "mit den verbleibenden Häusern in Zukunft noch erfolgreicher am Markt zu sein und hofft, so schnell wie möglich wieder öffnen zu können".




Sie möchten Aktuelles zum Thema "Coronavirus und die Gastro-Branche" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Coronavirus und die Gastro-Branche"-Dossier.
stats