Maredo

"Werden wieder öffnen"

Mit Kurzarbeiter- und Insolvenzgeld bis in den Juli 2020 hinein will Maredo Entgeltzahlungen absichern.
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Mit Kurzarbeiter- und Insolvenzgeld bis in den Juli 2020 hinein will Maredo Entgeltzahlungen absichern.

Die Steakhauskette Maredo will mit Kurzarbeiter- und Insolvenzgeld bis in den Juli 2020 hinein Entgeltzahlungen absichern.

 
In der vergangenen Woche hatte Maredo vorsorglich Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Zwischenzeitlich hat sich das Maredo-Management mit der Agentur für Arbeit für die weiteren Lohn- und Gehaltszahlungen der rund 900 Beschäftigten der Gaststätten GmbH darauf verständigt, ab 1. März bis voraussichtlich in den Juli 2020 hinein die Leistungen für Kurzarbeiter- sowie Insolvenzgeld zu kombinieren.

"Die eigenverwaltende Geschäftsführung sowie der vorläufige Sachwalter sind sich darüber einig, dass diese Vorgehensweise derzeit den bestmöglichen Rahmen für eine Sanierung von Maredo abbildet", heißt es in einer Mitteilung.

"Maredo ist sicher sanierungswürdig", so Klaus Farrenkopf, seit Juli 2017 Geschäftsführer der Maredo Holding GmbH. "Sobald die Situation es zulässt, werden wir die Restaurants wieder öffnen. Aufgrund der aktuellen Informationslage hoffen wir, dass dies ab Mai 2020 wieder der Fall sein kann. Für die Phase, in denen die Restaurants geschlossen sind, können die Leistungen des Kurzarbeitergeldes in Anspruch nehmen."

"Wertvolle Zeit"

"Wichtig war und ist uns zunächst eine Entgelt-Lösung für unsere Beschäftigten", ergänzt Sanierungsgeschäftsführer Andreas Elsässer. "Damit erst gewinnen wir die nötige und wertvolle Zeit, den weiteren Sanierungsweg zu entwickeln, um diese Traditionsmarke profitabel aufzustellen."

Das Amtsgericht in Düsseldorf hat zudem Nikolaos Antoniadis von Antoniadis & Ure zum vorläufigen Sachwalter der Maredo Gaststätten GmbH & Co. KG bestellt.

"Alle Beteiligten unternehmen trotz der durch die aktuellen Umstände erschwerten Lage erhebliche Anstrengungen, Maredo nachhaltig rentabel aufzustellen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten", so der vorläufige Sachwalter Antoniadis.


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