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Frittenwerk auf Expansionskurs


Am 6. Juni fiel der Startschuss für das zehnte Frittenwerk am Kohlmarkt in Braunschweig.
Frittenwerk
Am 6. Juni fiel der Startschuss für das zehnte Frittenwerk am Kohlmarkt in Braunschweig.

Vor nicht einmal fünf Jahren eröffnete die Familie Skendo ihr erstes Frittenwerk in Düsseldorf-Bilk – Grundstein für die Entwicklung einer neuen Fast-Casual-Marke und zugleich Deutschland-Start des bis dato hierzulande fast unbekannten kanadischen Kartoffelgerichts Poutine. In dieser Woche eröffnet Unit 11 in Karlsruhe.

„Die Pommesmanufaktur hat einiges vor“, verkünden die Skendos zur Eröffnung von Standort Nummer 10 am Braunschweiger Kohlmarkt. Vier Bundesländer habe man bereits ins Frittenfieber versetzt. Weitere sollen folgen. Für die zweite Juli-Woche steht die Neueröffnung in der Karlsruher Postgalerie an. Auch das Centro Oberhausen ist bereits als neuer Standort fix. Schon lange stünden darüber hinaus die Großstädte Hamburg, München und natürlich Berlin auf dem Wunschzettel. Mittelfristig laute das Ziel, bundesweit vertreten zu sein.
 

Erster Franchise-Standort im Herbst

Bislang sind alle Filialen familiengeführt. Zu Neueröffnungen packt noch immer das gleiche Team an wie zum Start in Düsseldorf-Bilk. Im Herbst eröffnet Verkehrsgastronomie-Experte SSP in Düsseldorf das erste Franchise-geführte Frittenwerk. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Pizza Huts im Hauptbahnhof gehen dann Poutines statt Pizzen über die Theke.
Das kulinarische Konzept der Formel basiert auf dem kanadischen Gericht Poutines. Der Name Poutine – „Sauerei“ – hebt sich von der klassischen Portion Pommes mit Ketchup oder Mayo durch eine Auswahl an Toppings und Saucen ab. Neben dem Klassiker – Pommes mit Bratensauce und schmelzendem Käse – finden sich unter anderem auch feurige Chili Cheese Fries, frische Guacamole und würzi­ges Pulled Pork oder Pulled Turkey auf der Karte. Darüber hinaus auch Salate oder die klassische Portion Currywurst-Pommes mit Mayo und Ketchup. Eine Portion Fritten gibt’s ab 2,50 Euro. Die Poutines sind vollwertige Hauptgerichte und starten bei 5 Euro. 

Expansion: Frittenwerk-Netzwerk wächst auf 11 Units



Knapp 60 Prozent der angebotenen Gerichte sind vegetarisch – die Nachfrage wächst stetig. „Wir spüren auch hinter der Theke, dass sich immer mehr Menschen aktiv mit ihrer Ernährung beschäftigen. Vegetarismus und Veganismus sind deshalb für uns ein großes Thema“, sagt Mitbegründerin My Skendo, die als Referentin auch die 2.200 Brancheninsider beim 38. Foodservice-Forum im März in Hamburg von ihrem Konzept begeistern konnte. Inzwischen seien die meisten Saucen und Dips, sei es die Mayonnaise, der Ketchup oder die weiße BBQ-Sauce, vegan. Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker werden keine verwendet.
 

Plastik ist tabu

„Eine umweltbewusste Esskultur geht schließlich alle etwas an“, findet My Skendo. „Nachhaltigkeit und fleischfreie Ernährung sind die Themen der Zukunft.“ Bei der Verpackung gilt fürs Frittenwerk die Devise plastikfrei. Von den Pommesschalen über die Gabeln bis zu den To-go-Tüten sind sämtliche Verpackungen biologisch abbaubar.
Frittenwerk
Frittenwerk-Filialen finden sich in Düsseldorf (zweimal), Köln, Aachen, Frankfurt, Essen, Stuttgart, Wolfsburg, Dortmund, Braunschweig und Karlsruhe. Ein Foodtruck bringt Poutines zudem seit 2018 auf die zahlreichen Street Food Festivals des Landes. Das Familien-Unternehmen beschäftigt mehr als 250 Mitarbeiter. Statt auf TK-Produkte setzt das Frittenwerk auf frische Kartoffeln, Gemüse und Fleisch von regionalen Bauern und Händlern.




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