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Hausmann’s in Düsseldorf schließt


Da waren es nur noch zwei: Ende Januar hat das Hausmann's in der Düsseldorfer Altstadt den Betrieb eingestellt.
Hausmann's
Da waren es nur noch zwei: Ende Januar hat das Hausmann's in der Düsseldorfer Altstadt den Betrieb eingestellt.

Nach knapp vier Jahren hat das Hausmann’s in der Düsseldorfer Altstadt Ende Januar seine Türen endgültig geschlossen. Die Betreiber Tim Mälzer und Patrick Rüther sehen keine weitere Perspektive für das Restaurant, das ihrer Auskunft nach „nicht an einem einzigen Tag Geld verdient hat.“

 
Ein Schritt, der den Unternehmern nicht leichtfällt. „Wir haben seit der Eröffnung sehr viel Liebe, Mühe und finanzielle Mittel in den Standort gesteckt und müssen nun leider erkennen, dass wir gescheitert sind“, gibt Rüther ehrlich zu. „Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als Schrecken ohne Ende.“
 
Das Hausmann’s war im Juni 2015 im Herzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestartet: Wie schon am Flughafen Frankfurt wollte das erfolgreiche Gastronomen-Duo aus Hamburg in der Hafenstraße mit bodenständiger Heimatküche und Craft Beer in Wohlfühlatmosphäre überzeugen. Am mangelnden Zuspruch der Gäste lag es nicht, dass das Restaurant nie die Gewinnzone erreichte. „Die Umsätze waren in Ordnung. Wir haben es schlicht nicht geschafft, die Kostenstrukturen so aufzustellen, dass ein profitabler Betrieb möglich gewesen wäre“, sagt TV-Koch Tim Mälzer. 
 

Erfolgreich an den Flughafen-Standorten

Ein Aus für die Marke Hausmann’s bedeutet die Schließung in der Düsseldorfer Altstadt allerdings keineswegs. Am Flughafen Frankfurt, wo das Hausmann’s seit 2013 bei den Reisenden beliebt ist, bleibt die Marke ebenso erhalten wie auch am Düsseldorfer Flughafen. Hier betreibt Verkehrsgastronom SSP den Mix aus Bistro und Brasserie seit 2017. Gemeinsam stehen die beiden Standorte für jährliche Erlöse von rund 10 Mio. Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Hamburger Gastro-Unternehmens Tellerrand.
 
„Hausmann‘s funktioniert in der Verkehrsgastronomie hervorragend“, erklärt Rüther. „Das Gästebedürfnis, vor dem Abflug schnell und gut zu essen, passt besser zum Konzept als ein Drei-Gänge-Menü, wie es in einer Nachbarschaftslage erwartet wird. Außerdem managen hier Top-Leute die Restaurants für uns.“ Eine weitere Expansion mit der Marke sei also durchaus weiter denkbar. Nur eben an hochfrequenten Verkehrsstandorten, wie Rüther gegenüber food-service erklärte. 
 
Tellerrand
Zum Portfolio der Betreibergesellschaft Tellerrand Consulting zählen die Konzepte Bullerei und Off Club in Hamburg sowie Hausmann’s an den Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf. Daneben tritt Tellerrand als Event-Veranstalter, beispielsweise der Craft Beer Days, auf. Zudem berät das Team um Patrick Rüther, Tim Mälzer und Bart Felix Gastronomen rund um Kreation, Strategie und Verwaltung. Im Jahr 2017 erlöste das Unternehmen mit sieben Betrieben einen Umsatz von 20,2 Mio. Euro.

Um das Hausmann’s ordentlich abzuwickeln, führen Mälzer und Rüther bereits Gespräche mit potenziellen Nachmietern für die Fläche in der Altstadt. Auch Lösungen für die rund 30 Mitarbeiter sollen gemeinsam mit Düsseldorfer Gastronomen gefunden werden. 
 
 



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