McDonald's Quartalszahlen

Same Store Sales um 4 % gestiegen

Vor allem international zeigt McDonald's eine starke Performance.
McDonald's
Vor allem international zeigt McDonald's eine starke Performance.

Immer noch gut, aber nicht mehr so überragend wie im ersten Quartal: McDonald's vermeldet für das zweite Quartal 2018 (1. April bis 30. Juni) ein Umsatzplus von 4,0 Prozent auf bestehenden Flächen (1. Quartal: 5,5 %). Diese Kennzahl der Same Store oder Comparable Sales gilt als die "harte Währung" unter Branchen-Experten. 

"Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen unseres internationalen Geschäfts und dem Fortschritt, den wir in den USA machen, wo wir unseren Velocity-Growth-Plan durchführen", sagte McDonald's-CEO Steve Easterbrook. "Wir verbuchen nun im zwölften Quartal in Folge global ein Wachstum auf bestehenden Flächen. Wir sind zuversichtlich, die richtige Strategie auszuführen, um langfristig und profitabel zu wachsen."

Die konsolidierten Revenues der Company (Eigenregie-Umsätze, Franchise-Fees, Mieteinnahmen) sanken im gleichen Zeitraum bedingt durch die weiter vorangetriebenen Refranchising-Maßnahmen um 12 % (14 % in constant currency) im Vorjahresvergleich auf 5,36 Mrd. US-Dollar. Laut Branchendienst Propel lagen die Revenues damit aber 30 Mio. US-Dollar über den Erwartungen. Kurz nach Börsenstart allerdings fiel die Aktie des Unternehmens zunächst.

Heimatmarkt USA

Im US-Heimatmarkt stiegen im Berichtszeitraum die Umsätze auf vergleichbaren Flächen um 2,6 Prozent (1. Quartal: 2,9 %). Getrieben wurde diese durch gestiegene Durchschnittsbons. Diese führt das Unternehmen wie schon im ersten Quartal sowohl auf eine Anhebung der Menü-Preise und Veränderungen im Angebots-Mix zurück. Das Operating Income fiel in den USA im zweiten Quartal um 7 Prozent. Das führt McDonald's in erster Linie auf die Kosten für die strategische Restrukturierung zurück. Rechnete man diese heraus, ergäbe sich laut Bericht ein Wachstum um 1 Prozent. Hierbei würden höhere Margen aus dem Franchise-Geschäft teilweise durch niedrigere Margen aus den Eigenbetrieben relativiert.

International Lead Segment

Ein Comparable-Sales-Plus von 4,9 Prozent (1. Quartal: 7,8 %) verzeichnete das sogenannte International Lead Segment, zu dem auch Deutschland zählt (außerdem UK, Kanada, Australien, Frankreich).

Getrieben wurde die gute Entwicklung vor allem durch die Ländermärkte UK und Frankreich, teilte McDonald's mit. Das Segment verbuchte eine Steigerung des Operating Income von 15 % (9 % in constant currency). Hierfür seien vor allem abverkaufsgetriebene Verbesserungen bei den Franchise-Margen verantwortlich.

High Growth Segment und Foundational Markets

Die Comparable Sales im High Growth Segment stiegen um 2,4 Prozent. Diese Entwicklung sei vor allem auf die gute Performance der Marke Italien und dem Segment generell zurückzuführen. Herausforderungen im südkoreanischen Markt allerdings schwächten das Ergebnis etwas.

Das Segment der Foundational Markets bringt ein Comparable-Sales-Plus von 6,8 % auf die Waage. Dahinter steht eine starke Umsatzentwicklung in allen geografischen Regionen.

Die Schlußfolgerung Easterbrooks: “Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, jedem Kunden bei jedem Besuch die beste Erfahrung zu bieten. Ob sie nun eines unserer modernisierten Restaurant  besuchen oder das leckere Essen dank Delivery zu Hause genießen: Wir wissen, unser tägliches, grundlegendes Commitment für unsere Kunden ist es, großartige Restaurants zu betreiben.”

Gesamtjahr 2017: Global und Deutschland

Rückblick: Schon 2017 war weltweit ein wirklich starkes Jahr. 5,3 % Umsatzwachstum auf bestehenden Flächen bei 1,9 % mehr Gästen, berichtete die Konzernzentrale (Vj. 3,8 % Umsatzwachstum). Der weltweite Systemumsatz des Unternehmens stieg währungsbereinigt 2017 um 7 % auf 90,9 Mrd. US-$.
Die Schätzungen des Fachmagazins foodservice für Deutschland belaufen sich auf 3,25 Mrd. € Systemumsatz 2017 (+3,8 %).

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