Mook Group/Frankfurt am Main

Krazy Kraken schließt Ende Oktober

Von September 2019 bis Oktober 2020 im Frankfurter Westend: Krazy Kraken.
Mook Group
Von September 2019 bis Oktober 2020 im Frankfurter Westend: Krazy Kraken.

Das am 3. August 2020 gestartete Insolvenzverfahren endet nun in der Schließung des Seafood-Restaurants Krazy Kraken in Frankfurt am Main. Am 31. Oktober 2020 ist Christian Mooks hochspezialisiertes Nischenkonzept ein letztes Mal geöffnet. 

"2019 war das mit Abstand erfolgreichste Jahr in der gesamten Firmengeschichte und zwar in kommerzieller, gastronomischer und emotionaler Hinsicht", erklärt das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung. Zu Beginn der Corona-Krise zeigte sich die Mook Group noch zuversichtlich, da in der 25-jährigen Geschichte bereits mehrfach Krisenresistenz bewiesen wurde - zwei BSE-Wellen, die Dotcom-Blase und die Lehman-Pleite.

Frankfurt: Fine Fish im Krazy Kraken




Jedoch habe das im Herbst 2019 erst neu eröffnete Krazy Kraken das "komplett unverschuldete, mehrmonatige Berufsverbot" stark getroffen. "Der staatlich verhängte Lockdown hat bei uns zu einem Umsatzverlust von vielen Millionen Euro geführt", heißt es in dem Schreiben weiter.

Krazy Kraken
Die Deep Sea Hospitality GmbH, eine Tochter der Mook Group, hatte im Sommer wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Insolvenzgericht Offenbach am Main hatte den Sanierungsexperten und Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner von der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Als weitere Hürde wurde der Umbau von Parkplätzen vor dem Restaurant genannt, dort gebe es nun mehr Fläche für Fahrradständer und -wege. Das Krazy Kraken sei als hochspezialisiertes Nischenrestaurant stark auf Gäste aus dem Umland angewiesen - Gäste, die weder mit der S-Bahn noch dem Fahrrad anreisen.

Die rund zehn Mitarbeiter des Krazy Kraken kommen in den weiteren Restaurants der Mook Group in Frankfurt am Main unter. 

Über die Mook Group
Die Mook Group ist nach eigenen Angaben Frankfurts erfolgreichste upscale Restaurantgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen gilt unter Branchenkennern als innovativer Vorreiter für Gastronomietrends in Deutschland. Aktuell gehören zum Portfolio der Gruppe unter anderem "Franziska" im Henninger Turm, das "M-Steakhouse", der kolonial geprägte "Ivory Club", der pan-asiatische Supperclub "Zenzakan" und die französische Brasserie "Mon Amie Maxi". Geschäftsführender Gesellschafter der Mook Group Family Office & Beteiligungs-GmbH ist Christian Mook.


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