Mook-Gruppe

Kein Ärger mit "Franziska"

Christian Mook ist zuversichtlich, dass sein Restaurant "Franziska" im Herbst im Henniger Turm öffnet. Dieses Foto ist zu Beginn der Bauarbeiten aufgenommen. Mittlerweile ist die Fassade komplett und der Innenausbau in vollem Gang.
Mook Gruppe
Christian Mook ist zuversichtlich, dass sein Restaurant "Franziska" im Herbst im Henniger Turm öffnet. Dieses Foto ist zu Beginn der Bauarbeiten aufgenommen. Mittlerweile ist die Fassade komplett und der Innenausbau in vollem Gang.

Frankfurts neues und doch eigentlich altes Wahrzeichen, der Henninger Turm, macht laut Medienberichten Probleme. Vor allem dem stadtbekannten Gastronomen Christian Mook. Die geplante Eröffnung seines Restaurants "Franziska" in dem Hochhaus verzögere sich - Fassadenprobleme.

Christian Mook wollte eigentlich in diesem Herbst in dem Tower ein exklusives Restaurant eröffnen. Die "Frankfurter Rundschau" berichtet, dass die Probleme mit der Fassade für die geplante Eröffnung im September eine Verzögerung von einem Jahr bedeuten würden. Mook selbst zeigt sich im Gespräch von der Meldung überrascht - er habe nicht in den Sommermonaten eröffnen wollen, da "sein Klientel in dieser Zeit eher auf Ibiza als in Frankfurt sei".

So sei der Termin im September bewusst gewählt. Er hofft, dass dieser zu halten sei.

Seine exklusiven Restaurants definieren sich immer über Schwerpunkte - das "Mon Amie Maxi" als französiche Brasserie, das "Zenzakan" als pan-asiatisches Konzept, der "Ivory Club" für Indien-Fans und laut Eigenwerbung "Großwildjäger", das "Surf'n Turf" als der Klassiker in der Bankenstadt, was qualitativ hochwertige Steaks angeht, und das etwas niedrigpreisigere "M-Steakhouse". Seit über 20 Jahren prägt der Mann die Frankfurter Szene, rund 1.300 Sitzplätze sind in seinem Restaurants allabendlich zu vergeben und meistens auch gut gefüllt - ein zweistelliger Millionenumsatz in der Mook-Gruppe ist dafür die umsatzmäßige Jahresbelohnung.

Nun will Mook seinem Gastro-Universum einen sechsten Stern zufügen: Das "Franziska". Name und Speisekarte seien inspiriert von der Person und den Gerichten der Großtante, sagt der Gründer der Mook-Gruppe.
Gastro-Chamäleon Christian Mook
Der Endvierziger Christian Mook wurde mit Ende 20 Wirt, ohne jegliche Ausbildung. Er ist ein Gastro-Autodidakt; belesen, liebt die Kultur und die Kunst, hat lange mit Kunst gehandelt, auch in einer eigenen Galerie, besaß einen Postershop. Mook ist ein gastronomisches Chamäleon. Er hat als einer der ersten in Deutschland Steaks aus den USA verkauft, heute besitzt er fünf Restaurants und träumt vom sechsten in luftiger Höhe.

Der Traum vom Skyline-Restaurant zum Greifen nah

Er habe immer von einem Skyline Restaurant geträumt, sagt Mook. Als der Investor des Henninger-Turm-Neubaus in Frankfurt-Sachsenhausen dann auf ihn zukam mit der Bitte ganz oben in dem Turm - im sogenannten "Fäßchen" - ein bodentief verglastes Restaurant mit 360-Grad-Blick über die Stadt mit perfekter Aussicht auf die Skyline zu planen, ging für den Gastronom dieser Traum in Erfüllung.

Das Essen, gekocht in einer Show- und Counterküche in der Mitte des kreisrunden Restaurants, soll an den Theken serviert werden, ähnlich wie in einer klassischen Sushi-Bar, aber mit dem Mook'schen Anspruch auf absolute Spitzenqualität.

Die 38. und 39. Etage wird er im Henninger Turm bespielen. In beiden Etagen wird es autark voneinander funktionierende Küchen des österreichischen Küchenbauers Lohberger geben. In der 39. Etage isst der Gast mit Blick auf die agierende Mannschaft oder mit dem hinaus aus der Fensterfront über die Stadt. Die Plätze sind hier auf knapp unter 90 Sitze kalkuliert. In der 38. gibt es das größere, halbüberdachte Skydeck, auf dem zwischen 120 und 140 Gäste Platz finden. Christian Mook ist zuversichtlich, dass man seine angedachte "progressive german vintage cuisine" ab September 2018 in 140 Metern Höhe erleben darf.

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