München

Gastronomie im Gasteig schließt für immer

Geschäftsführer Marc Uebelherr hat am Montag einen Insolvenzantrag für die Gastronomie im Gasteig gestellt. Im Bild: das gast beim Filmfest 2019.
imago images / Lindenthaler
Geschäftsführer Marc Uebelherr hat am Montag einen Insolvenzantrag für die Gastronomie im Gasteig gestellt. Im Bild: das gast beim Filmfest 2019.

Heute wurde beim Amtsgericht München der Insolvenzantrag für die Gastronomie im Münchner Kulturzentrum Gasteig - gast, le copain, Pausengastronomie und Catering - eingereicht. Nach der durch die Covid-19-Pandemie erzwungenen Schließungsdauer werden die Konzepte aus der Hand von Marc Uebelherr nicht wiedereröffnen.

Rund 15 Jahre lang war Uebelherr gastronomisch im Gasteig tätig, dem größten Kulturzentrum Europas. Die Entscheidung für die Schließung wurde nach intensiven Gesprächen getroffen. Da es derzeit keinerlei Perspektive für den Veranstaltungsbereich des Kulturzentrums gibt, sei auch der Restart für die Gastronomie nicht planbar gewesen - trotz aller Bemühungen der beauftragten Sanierungsexperten.

"Wir bedauern sehr, dass wir aufgrund der aktuellen Situation und der Unklarheit über die Wiederaufnahme des Kulturbetriebs im Gasteig die dortige Gastronomie nicht wiedereröffnen können. Die Coronakrise hat uns vollständig ausgebremst. Wann und wie es im Gasteig wieder losgehen wird, kann noch niemand mit Gewissheit sagen. Eine Wiedereröffnung unter den aktuellen Auflagen für die Gastronomie, wie etwa ein umfangreiches Hygienekonzept und Abstandsregelungen, in Verbindung mit einem eingeschränkten Kulturangebot im Gasteig, lässt ein wirtschaftliches Arbeiten nicht zu", erklärt Marc Uebelherr, Geschäftsführer der Gasteig Kult- und Speise GmbH, zu der Entscheidung, am 25. Mai 2020 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.
"Selbstverständlich suchen die beteiligten Gastronomen gemeinsam mit unserem Partner, der städtischen Verpächterin Gasteig München GmbH, nach einer Lösung, wie in Zukunft das gastronomische Angebot im Gasteig wieder zu einem Erlebnis werden kann", so Uebelherr weiter.

Die weiteren Unternehmen und Konzepte wie Oh Julia oder KVR, mit denen der Münchner Gastronom, auf dem Markt präsent ist, sind von diesem Schritt nicht berührt. Dies bestätigt Uebelherr auf Anfrage gegenüber FOOD SERVICE.

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