Nachwuchspreis DGH

Inklusives Verpflegungskonzept ausgezeichnet

Masterstudentin Ina Kerkhoff freut sich über die Anerkennung ihrer Arbeit.
FH Münster/Dzemila Muratovic
Masterstudentin Ina Kerkhoff freut sich über die Anerkennung ihrer Arbeit.

Menschen mit Behinderung in ihre Verpflegung mit einzubeziehen ist der Kern des Konzepts der Bachelorarbeit von Ina Kerkhoff. Die Oecotrophologin der Fachhochschule Münster wurde in Berlin mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft ausgezeichnet.

Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit, egal wie er aussieht, welche Sprache er spricht oder ob er eine Behinderung hat. So beschreibt die
Aktion Mensch Inklusion. Ein UN-Ziel, dem sich auch die deutsche Politik verpflichtet fühlt. Eine wichtige Aufgabe, findet auch Ina Kerkhoff. Für ihre Bachelorarbeit hat die Masterstudentin der FH Münster an dieser Leitidee orientiert. Ihr inklusives Verpflegungskonzept hat die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (DGH) auf einem Kongress in Berlin mit ihrem Nachwuchspreis gewürdigt.

Wertvoller Ansatz für alle

Bei Ihrer Oecotrophologie-Abschlussarbeit wurde Kerkhoff von Prof. Dr. Carola Strassner und Ute Krützmann betreut. Entwickelt wurde das Verpflegungskonzept für die stationären Einrichtungen der Westfalenfleiß GmbH. Das Münsteraner Unternehmen bietet Menschen mit Behinderung Arbeitsmöglichkeiten und Wohnstätten mit Betreuung und Verpflegung. Die Jury betonte, wie relevant und aktuell Kerkhoffs Fragestellung für die Hauswirtschaft sei. Die Studentin habe sich mit einem Thema befasst, zu dem es bisher kaum Literatur gebe. "Ich freue mich sehr über die Anerkennung meiner Arbeit, besonders in der Hinsicht, dass das Thema wenig bearbeitet wird, aber dennoch bedeutsam ist", sagt die Preisträgerin.

Ina Kerkhoff (M.) von der FH Münster hat auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (DGH) den Nachwuchsförderpreis für ihre Bachelorarbeit erhalten.
Beatrix Flatt
Ina Kerkhoff (M.) von der FH Münster hat auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (DGH) den Nachwuchsförderpreis für ihre Bachelorarbeit erhalten.
Als Grundlage nutzte Kerkhoff ein bereits bestehendes Verpflegungskonzept. "Die Herausforderung war, alle wesentlichen Aspekte zu berücksichtigen, dabei aber Teilhabe und Selbstbestimmung der Bewohner nicht aus dem Blick zu verlieren", erklärt die Bachelorabsolventin, die nun im Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft studiert. So widmet sich ein Abschnitt dem Einbezug der Bewohner in die Prozesse rund um Verpflegung. Dazu zählt beispielsweise, sie an der Zubereitung der Mahlzeiten zu beteiligen.

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