Tierwohl / Nürnberg

Tiergartenrestaurant erhält "Tierschutz-Kochmütze"

Georg Schweisfurth, Jury-Mitglied und Kurator der Schweisfurth Stiftung (l.), und Saro Gerd Ratter (r.), Projektmanager Tierwohl der Schweisfurth Stiftung, überreichen die Tierschutz-Kochmütze an die Inhaber der Waldschänke Peter und Helga Noventa sowie deren Nichte Aurelia Noventa.
Schweisfurth Stiftung
Georg Schweisfurth, Jury-Mitglied und Kurator der Schweisfurth Stiftung (l.), und Saro Gerd Ratter (r.), Projektmanager Tierwohl der Schweisfurth Stiftung, überreichen die Tierschutz-Kochmütze an die Inhaber der Waldschänke Peter und Helga Noventa sowie deren Nichte Aurelia Noventa.

Für ihr herausragendes Engagement, Kulinarik, Qualität und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden wurde das Nürnberger Tiergartenrestaurant Waldschänke am Welternährungstag von der Münchner Schweisfurth Stiftung und Euro-Toques im Rahmen der Initiative "Tierwohl auf dem Teller" ausgezeichnet.

Bio-zertifizierte Zutaten aus der Region, tierische Produkte aus artgerechter Haltung und eine einzigartige kulinarische Vielfalt garantieren den Gästen Genuss mit bestem Gewissen. Insbesondere bei tierischen Produkten sind dem Inhaber Peter Noventa Herkunft und Qualität wichtig: "Wir verarbeiten ausschließlich bio-zertifiziertes Fleisch. Ausnahme ist derzeit das Lammfleisch der bedrohten Rasse 'Coburger Fuchs'. Deren Lämmer beziehen wir im Ganzen und verarbeiten alle Teile (=Nose to Tail) und nicht nur die Edelteile."

Käse aus Milch von Kühen, Schafen und Ziegen kommt von einem Biokreis-Mitglied aus der Nähe von Amberg. "Wir selbst sind auch Biokreis-Mitglied. Daher verfügen wir über ein regionales Netzwerk von Produktions-, Verarbeitungs- und Handelsbetrieben. Diese direkte Lebensmittelbeschaffung gewährleistet uns eine bestmögliche Qualität der Rohstoffe und Produkte und sie sorgt für faire Preise", erklärt Noventa. Kochkunst bedeutet für Noventa auch, kreativ mit Resten umzugehen. Werden zum Beispiel die Soßen selbstgezogen, macht er von Zitronenabschnitten Limoncello oder kreiert damit feine Fruchtchutneys.

Ganzheitlicher Ansatz überzeugt

"Genau das hat uns als Jury begeistert: Sowohl beim Einkauf der Zutaten als auch bei der Verarbeitung wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Dies macht das Tiergartenrestaurant Waldschänke zu einem herausragenden Beispiel, das zeigt, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln auch in der Außer-Haus-Verpflegung möglich ist", kommentiert Georg Schweisfurth, Laudator, Jury-Mitglied und Kurator der Schweisfurth Stiftung. Als ausgezeichneter Betrieb trägt die Waldschänke nun als Botschafter den Tierschutz auf dem Teller in die kulinarische Welt hinaus. Die Gäste profitieren davon in jeder Hinsicht: höchste Qualität, bunte Vielfalt, bester Geschmack − Genuss mit bestem Gewissen. Dafür steht die Auszeichnung mit der Tierschutz-Kochmütze.
Über die Initiative

Woher kommen die Zutaten auf meinem Teller? – Eine Frage, die besonders in der Außer-Haus-Verpflegung bislang noch zu selten gestellt wird, findet die Schweisfurth Stiftung. Mit der Initiative "Tierschutz auf dem Teller" macht sie seit 2008 auf diese Herausforderung aufmerksam und zeichnet Betriebe mit der "Tierschutz-Kochmütze" aus, die zeigen, dass es auch anders geht. So soll der Tierschutzgedanke in der Außer-Haus-Verpflegung stärker verankert werden. Die Auszeichnung geht an Köchinnen und Köche, denen sowohl das leibliche Wohl der Gäste als auch das Wohlergehen der Tiere am Herzen liegen. Die Initiative richtet sich an Restaurants, Hotels, an die Gemeinschaftsverpflegung in sozialen Einrichtungen und Großküchen in Unternehmen. Mehr Informationen über die Initiative finden Sie unter www.tierschutz-auf-dem-teller.de


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