Co-Working-Anbieter Wework

Fleischfrei essen für das Klima

Für Miguel McKelvey, Mitbegründer und Chief Culture Officer des New Yorker Start-ups Wework gehört Umweltschutz zum Unternehmensprofil.
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Für Miguel McKelvey, Mitbegründer und Chief Culture Officer des New Yorker Start-ups Wework gehört Umweltschutz zum Unternehmensprofil.

Um das Klima zu schützen, streicht der international tätige Coworking-Anbieter „WeWork“ das Fleisch aus seinem Speisenangebot. Für Mitarbeiter und Kunden weltweit. Dies ist nur eine von mehreren Ideen des Unternehmens, das seinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten möchte.

Kein rotes Fleisch, kein Schweinefleisch, kein Geflügel. Wework-Mitarbeiter, die ihre Spesen von Dienstreisen abrechnen wollen, verzichten auf Fleisch. Alle internen und größeren Events für Kunden und Mitglieder in den eigenen Gebäuden werden konsequent vegetarisch gecatert. Dazu zählen Business- und Gruppen-Lunches oder das jährliche Mitarbeiter-Sommercamp, zu dem 5.000 Personen erwartet werden. Viele Produkte werden bewusst regional bezogen, nicht verwendete Lebensmittel gespendet.

Oxford-Studie liefert Fakten

Mitbegründer Miguel McKelvey beruft sich auf eine Studie der Universität Oxford. Sie besagt, dass der Verzicht auf Fleisch die effizienteste Methode sei, um den CO2-Austoß zu reduzieren und sich gesünder zu ernähren. Der Wework-Fleischverzicht soll bis 2023 rund 63 Mio. Liter Wasser sowie 200.000 Tonnen C02 einsparen und 15,5 Mio. Tiere verschonen. Fisch und Eier sind von der Initiative ausgenommen.

Medienecho

Entgegen Medienberichten im Juli (Vegconomist, Bloomberg, Zeit online) handelt es sich nicht um eine Management-Vorschrift, die das tägliche Mittagessen der Wework-Mitarbeiter betrifft. Tatsächlich gebe es bei Wework keine Betriebsverpflegung wie in den Berichten suggeriert, so eine Unternehmenssprecherin. Wenn jedoch für die Mitglieder und Kunden des Unternehmens Foodtrucks oder Pop-up-Restaurants organisiert werden, erhalten Mitarbeiter oftmals Essensmarken, um das Angebot für ein fleischfreies Gericht wahrzunehmen. Darüberhinaus stehe es jedem frei, zu essen, was er möchte.

Umweltbewusstsein als Markeninhalt

Die Veggie-Initiative des Gründers McKelvey passt zum Image des Hauses. Nach innen und außen formuliert Wework einen hohen Anspruch, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. So sorge der Co-Working-Ansatz beispielsweise generell für eine effizientere Flächennutzung als herkömmliche Bürostrukturen. In Berlin und London versucht Wework künftig möglichst ohne Kunststoff auszukommen. Events am Standort Montreal sind laut Unternehmensinformationen beispielsweise bereits zu 100 Prozent plastikfrei. Kaffeesatz werde in Berlin mit einem Partner recycelt.
Wework
Das amerikanische Unternehmen Wework mit Sitz in New York wude 2010 von Adam Neumann und Miguel McKelvey gegründet. Der Co-Working-Anbieter stellt Start-ups, Freiberuflern sowie Unternehmern gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche und eine professionelle Infrastruktur zur Verfügung.
Über eine App können sich alle Mitglieder weltweit vernetzen. Zu den Serviceleistungen gehören u.a. der Z
ugang zu Gesundheitsvorsorge, Zahlungsverarbeitung, IT-Support, Gehaltsabrechnung oder Rechtsbeistand sowie Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen in Privatbesitz betreibt und baut weltweit Immobilien. Es betreut...
- 268.000 Mitglieder
- an 87 Standorten
- in 77 Städten
- in 23 Ländern weltweit
- auf 1,67 Mio. Quadratmetern Bürofläche (Stand August 2018).
Im ersten Quartal 2018 beziffert Wework seinen Umsatz auf 342 Mio. US-Dollar, ein Plus zum Vorjahreszeitraum von 110 %. Zum Unternehmen gehören zahlreiche Tochtergesellschaften.





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