Oktoberfest 2019

Die neuen Bierpreise sind da


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Was kostet die Maß auf der Wiesn? Dies Geheimnis wurde jetzt gelüftet: Mindestens 10,80 Euro muss der bierdurstige Wiesnbesucher heuer investieren.

Die gastronomischen Betriebe haben dem Referat für Arbeit und Wirtschaft die von ihnen geplanten Getränkepreise für die Wiesn 2019 mitgeteilt. Danach wird eine Maß Festbier mit 10,80 Euro bis 11,80 Euro durchschnittlich 3,11 Prozent mehr als im Vorjahr kosten (10,70 - 11,50 €). Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke betragen pro Liter für Tafelwasser 8,87 Euro (Vj. 8,72 €), Spezi 10,01 Euro (Vj. 9,80 €) und für Limonade 9,56 Euro (Vj. 9,27 €).

Die Getränkepreise werden nicht von der Landeshauptstadt München festgelegt, wie die Stadt mitteilt. Sie überprüfe als Veranstalterin des Oktoberfestes jedoch die von den Gastronomen genannten Preise auf ihre Angemessenheit. Dazu wird ein Vergleich mit den Preisen der gastronomischen Großbetriebe im Stadtgebiet München vorgenommen. Diese Preise liegen beim Bier aktuell zwischen 5,50 Euro und 10,40 Euro pro Maß.


Die Münchner Wiesnwirte – vertreten durch ihre beiden Sprecher Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt) und Christian Schottenhamel (Schottenhamel Festhalle) – haben dazu bereits Stellung bezogen. Sie betonen ihre Bereitschaft, in Qualität, Regionalität sowie Nachhaltigkeit, aber auch faire Bezahlung von Personal, Handwerkern und Dienstleistern zu investieren.

Gestiegene Rohstoffpreise für Bier

Die beiden Sprecher erläutern, dass die Brauereien in diesem Jahr für ihren Gerstensaft mehr verlangen. Die Einkaufspreise seien um circa 5 bis 8 Prozent gestiegen, zurückzuführen auf höhere Rohstoffpreise bei Gerste und Hopfen. Peter Inselkammer: "Alles in allem sind die Maßpreise heuer in einem erträglichen Maß gestiegen. Im Schnitt liegen wir bei 32 Cent pro Liter. Wir haben damit gerade einmal die wesentlichen Preistreiber aufgefangen." Und Christian Schottenhamel ergänzt: "Wir sind überzeugt, dass wir für ein so großes Volksfest wie die Wiesn in Sachen Nachhaltigkeit immer besser werden müssen. Auch wenn wir schon einiges erreicht haben, es bleibt noch ein gutes Stück des Weges zu gehen. Aber den gehen wir gerne, selbst wenn er uns mehr Geld kostet. Ein kleinerer Teil davon schlägt sich leider auch im Bierpreis nieder."

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