Oktoberfest

Die perfekte Wiesn-DNA

Das Schottenhamel-Zelt, 9.000 Plätze gilt als favorisierte Wiesn-Location der Jugend. Ein Zeichen, dass das älteste der Zelte des LOktoberfestes keineswegs stehen geblieben ist.
Festhalle Schottenhamel
Das Schottenhamel-Zelt, 9.000 Plätze gilt als favorisierte Wiesn-Location der Jugend. Ein Zeichen, dass das älteste der Zelte des LOktoberfestes keineswegs stehen geblieben ist.

Zum 186. Mal findet vom 21. September bis 6. Oktober das Münchner Oktoberfest auf der Theresienwiese statt, ein Event der Superlative. 6,3 Mio. Gäste kamen 2018, etwa 450 Mio. Euro geben die Besucher auf der Wiesn aus, Die Schottenhamel-Festhalle zeigt, was die DNA und Magie eines Zeltes ausmacht.

Dieser Text ist ein Exzerpt, die komplette Wiesn-Story lesen Sie in foodservice 7/8 2019: Jetzt im E-Paper lesen

Stärkste Gastronomiemarke Deutschlands – so die Branchen-Kurzdefinition des Oktoberfestes. Über Umsatz wird nicht gesprochen, das ist die stillschweigende Vereinbarung der Wiesn-Wirte. Doch Branchenkenner wissen, dass die Spitzen-Zelte im Schnitt Brutto-Erlöse von 10 Mio. Euro generieren. Bei etwa 70 Euro liegt die Durchschnittsausgabe pro Wiesn-Besucher (inklusive Non-Food).

Herzstücke

Als Herzstücke des Oktoberfestes und der Oidn Wiesn gelten die 16 großen plus 22 kleinen Zelte. Doch wie gelingt es insbesondere den Betreibern der 16 Großzelte – fünf in Familien- und elf in Brauerei- und Schützengilden-Hand –, die Anziehungskraft, ja den Suchtfaktor, der Wiesn immer wieder aufs Neue zu pushen?

Ursachen der Anziehungskraft

Seine Sicht der Anziehungskraft der Wiesn bringt Festhallen-Wirt Christian Schottenhamel wie folgt auf den Punkt: „Die vor Jahren wieder aufgeflammte Liebe zur Tracht und eine wiedererstarkte Heimatverbundenheit haben mit Sicherheit großen Anteil am Erfolg. Und das Oktoberfest hat sich weiterentwickelt, ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren. Auf der einen Seite ist man das nachhaltigste Volksfest der Welt, Sicherheit wird enorm großgeschrieben, man arbeitet mit modernster Technik und bietet hervorragende Qualität bei Speisen und Getränken – auf der anderen Seite erleben die Menschen auf der Wiesn Tradition.“

Das Beispiel Schottenhamel-Zelt

Das älteste Zelt, die Schottenhamel-Festhalle, ist ein plakatives Beispiel für eine gelungene Präsentation jener Suchtfaktoren und darüber hinaus für die stimmige Mischung von Alt und Neu. „Das hält unsere Marke und unsere Zielgruppe jung“, bilanziert Festhallen-Wirt Christian Schottenhamel. Denn obwohl es das Schottenhamel-Zelt schon seit 1867 gibt, nunmehr in vierter Generation von den Cousins Christian und Michael F. Schottenhamel als Wirte repräsentiert – Urgroßvater Michael war übrigens Gründer –, ist die 9.000-Plätze-Location nicht stehen geblieben. Im Gegenteil.
„Unsere Festhalle genießt schon immer den Ruf, das Zelt der Jugend zu sein und eine besondere Anziehungskraft für ein junges (Münchner) Publikum auszuüben!“
Christian Schottenhamel, Festhallen-Wirt

Reservierungsstrategie & Stammgäste

Grundsätzlich kommt der Wiesn-Besucher ohne Reservierung in die Festhalle. Große Teile der Plätze dürften gar nicht reserviert werden, das sei auch gut so, betont Schottenhamel. Die verbleibenden Plätze in den Boxen gehen an Reservierungen, bis zu drei Schichten pro Tag werden angeboten. Bei den freien Plätzen ist hingegen ein höherer täglicher Stuhlumschlag möglich. In der Regel kommen die Reservierungs-Gäste im Folgejahr wieder, so die Erfahrung.
Schottenhamel‐Zelt-Eckdaten*
Wirte-Inhaber Christian und Michael F. Schottenhamel
Brauerei Spaten-Franziskaner-Bräu
Sitzplätze über 9.000, davon innen 6.280; außen 2.742
Stuhlumschlag bis zu 5 Mal/Tag an Besttagen
Gästezahl/Tag Besttage ca. 25.000 auf den ganzen Tag verteilt
*Exzerpt

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