Patientenverpflegung

Prädikat zukunftsfähig


Bei der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) wurden vier Küchenstandorte zu einem effizienten Produktionsort zusammengelegt.
Verena Neuhaus
Bei der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) wurden vier Küchenstandorte zu einem effizienten Produktionsort zusammengelegt.

Die neue Cook & Chill-Zentralküche für die KWE Service GmbH in Steinheim steigert Qualität und Effizienz der Speisenversorgung für Patienten und Mitarbeiter und schafft Potenziale für Neukunden.

Dieser Text ist in der Jubiläumsausgabe der gv-praxis zum 45jährigen Bestehen erschienen. Das komplette E-Paper ist ausnahmsweise auch für Nicht-Abonnenten frei lesbar.

Was tun, wenn an drei von vier Krankenhausstandorten ein Investitionsbedarf im siebenstelligen Bereich pro Einrichtung(!) festgestellt wird? Bei der KWE Service GmbH in Steinheim, einer Tochter der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE), machte man Nägel mit Köpfen und entschied sich für den Neubau einer zentralen Cook & Chill-Küche am Standort in Steinheim. Reinhard Spieß, Geschäftsführer der KHWE: „Die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Speisenversorgung kann auch weiterhin direkt von uns gesteuert werden. Zudem bleiben die Arbeitsplätze in der Region, und an den Krankenhausstandorten können die frei werdenden Bereiche für die Patienten eingesetzt werden.“

Alles läuft anders

Seit Inbetriebnahme der Zentralküche ist nichts mehr wie vorher, weder für das Personal noch in Bezug auf die Arbeitsorganisation. Beides betrifft nicht nur die Küche selbst, sondern das komplette Prozedere in allen Krankenhäusen und Seniorenheimen, die Speisenregeneration und die Logistik. Inzwischen sind die Startschwierigkeiten fast vergessen. Das Feedback der Patienten ist überwiegend positiv. Konkret in Zahlen lässt sich das laut H.-Michael Koziollek, Servicemanager der KWE, im Bereich Essen auf Rädern ablesen: „Vor der Umstellung haben wir rund 700 Kunden mit Essen auf Rädern versorgt. Nach der Umstellung auf die Zentralküche ist diese Zahl weitestgehend stabil geblieben.“

Aus vier Teams wird eines

„Die Herausforderung beim Thema Personal bestand darin, aus mehreren Cook & Serve-Küchenteams ein gemeinsam agierendes Cook & Chill-Team zu formen. Dabei galt es unter anderem, differenzierte Altersstrukturen sowie unterschiedliche Qualifikationen zu berücksichtigen“, erinnert sich Niels Törkel von der Unternehmensberatung BKO. Ein Schlüssel des Erfolgs von Cook & Chill-Zentralküchen liegt in den gut ineinandergreifenden Prozessen. Deshalb kam ein von BKO erarbeitetes Schulungs- und Einweisungsprogramm zum Einsatz. Wichtig: Das zukünftige Produktionsteam lernte die Systematik vor Inbetriebnahme samt Systemumstellung kennen, unterstützt von wertvollen integrierten Korrekturhilfen.

Lesen Sie im kostenfreien Jubiläums-E-Paper, welche Systemvorteile die neue Zentralküche bringt und wie die Personalorganisation erfolgreich umgesetzt wurde.



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