Paulaners Franchise-Modell

Aus Bayern in die Welt

Paulaner ist auch in Singapur vertreten.
Paulaner
Paulaner ist auch in Singapur vertreten.

Franchise – stark im Heimatmarkt und dann die Nachbarländer erobern. Das ist die klassische Methode. Bei der Paulaner Franchise & Consulting GmbH läuft es anders.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Die ganze Geschichte lesen Abonnenten in der foodservice 11/2018.

Anfang der 1990er Jahre plante die Kempinski Hotel Gruppe im Lufthansa-Center in Peking ein Hotel – das war der Beginn einer wunderbaren Kooperation mit der Paulaner Brauerei in München. Ein Kempinski-Manager sah dieses damals neue, innovative Konzept mit der integrierten Hausbrauerei und beschloss, eines der 15 Food-Konzepte, die man für Peking für das Kempinski haben wolle, sei eben diese Art der Brauerei.

Paulaner Bräuhaus: Ein Stück Bayern in Singapur




1991 startete das erste Bräuhaus in einem Anbau des Kempinski Hotels. „Damals war das mit 280 Sitzplätzen unser größtes Haus, heute gehört es eher zu den kleineren“, erklärt Jürgen Schenk, Mann der ersten Stunde auf dem Weg nach China, gelernter Braumeister und heute mit Lars Eckart Geschäftsführer der Paulaner Franchise. Schnell sprach sich auch in dem riesigen Land herum, dass es da in Peking irgendetwas Besonderes gäbe. Zielgruppe waren von Beginn an die besserverdienenden Chinesen. Für den halben Liter hausgebrautes Bier zahlt man heute zwischen 10 und 12 Euro.

„Damals war das Bräuhaus in Peking mit 280 Sitzplätzen unser größtes Haus, heute gehört es eher zu den kleineren.“
Jürgen Schenk, Geschäftsführer Paulaner Franchise


Eine erfolgreiche Partnerschaft war geboren und Paulaner gründete die Paulaner Bräuhaus Consult und entwickelte zusammen mit der Hotelgruppe im Nachgang weitere Bräuhäuser in Asien. Rein logistisch war das Warenangebot damals die große Herausforderung. Zu Beginn wurde im Hotel alles mit zubereitet – vom Brot bis zur Wurst. 

Das Geschäftsmodell zur damaligen Zeit war einfach: Eine Brauerei braut und verkauft Bier, und daran verdient sie. Es wurden Hektoliterpreise vereinbart – was in den Lagertank ging, das galt als übergeben und wurde bezahlt. Am Essen verdiente man nichts. Klassisches Lizenzgeschäft.



Unter dem Dach der Paulaner Brauereigruppe vereinen sich erfolgreiche Biermarken, Paulaner ist mit Sicherheit weltweit die bekannteste. Gebraut wird ausschließlich in München, verkauft in über 70 Länder. Die Paulaner Bräuhaus Consult GmbH, quasi der Vorläufer der heutigen Paulaner Franchise & Consulting GmbH, braute erstmals im Ausland vor Ort Bier, streng nach Paulaner-Vorgaben und -Qualitätsanspruch – und überlegte auch, wie man beim Bau der Bräuhäuser unterstützen kann. War doch das Bräuhaus in Peking vom ersten Tag an ein großer Erfolg. Als zweiter Standort in Asien kam dann Bangkok dazu – schon mit 400 Plätzen plus Außenplätzen. 

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