Plan des Wirtschaftsministers

Altmaier will mehr Hilfe für Mittelstand

Wirtschaftsminister Altmaier plant Überbrückungshilfen für den Mittelstand.
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Wirtschaftsminister Altmaier plant Überbrückungshilfen für den Mittelstand.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant offenbar weitere Hilfen für mittelstänidische Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern. Das berichtete zunächst die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Davon könnten auch einige der 223.000 Unternehmen des Gastgewerbes profitieren.

Laut einem Eckpunktepapier des Wirtschaftsministeriums, das der NOZ vorliegt, sieht der neue Plan Überbrückungshilfen vor: Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen können. Ziel der Hilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.
Gastronomie und Hotellerie gehören zu den mit am schwersten betroffenen Branchen der Lockdown-Maßnahmen. Selbst nach der Wiedereröffnung der Restaurants in den Bundesländern sorgen strikte Auflagen für Umsatzeinbußen, dazu kommt die Verunsicherung der Gäste und Verbraucher.

Überbrückungshilfe für alle Branchen offen

Die Anträge auf Überbrückungshilfen sollen Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen stellen können, ebenso wie Solo-Selbstständige und Freiberufler. Bedingung: Ihre Umsätze müssen dafür im April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sein.

Die Unterstützung beantragen dürfen auch Unternehmen, die bereits Soforthilfen vom Bund oder von den Ländern bekommen haben. Das Wirtschaftsministerium rechnet bis August laut NOZ mit Kosten von 25 Mrd. Euro. Weitere Kosten hingen vom Infektionsgeschehen ab, hieß es.

Dieses Überbrückungshilfeprogramm für Mittelständler könnte laut dem Bericht bereits vor dem für Juni angekündigten Konjunkturprogramm des Finanzministeriums kommen. Dazu seien Finanz- und Wirtschaftsministerium in stetigem Austausch. "Manchen Unternehmen bleibt schlicht keine Zeit mehr", sagte Altmaier bereits am Freitag in einem Interview. "Ich habe deshalb Vorschläge vorgelegt, wie diese die nächsten Wochen überbrücken können."


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