Preisgestaltung

Nobelhart & Schmutzig geht neue Wege

Gehen in Sachen Yield Management für Gastronomen neue Wege: Micha Schäfer und Billy Wagner vom Nobelhart & Schmutzig
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Gehen in Sachen Yield Management für Gastronomen neue Wege: Micha Schäfer und Billy Wagner vom Nobelhart & Schmutzig

In einem Facebook-Post kündigen Billy Wagner und Micha Schäfer eine Preiserhöhung für ihr ausschließlich angebotenes 10-Gänge-Menü an. "Nach drei Jahren hat aber auch uns die Realität der deutschen Gastronomie eingeholt", heißt es darin. Deshalb werden vom 3. Mai an jeden Donnerstag, Freitag und Samstag und vor Feiertagen für die Speisenfolge von zehn Gängen einschließlich Tafelwasser 120 Euro fällig. An Dienstagen und mittwochs bleibt der Preis bei 95 Euro.

Das Problem des eigentlich sehr gut besuchten Restaurants: Am Dienstag und Mittwoch bleiben gelegentlich ein paar der 40 Plätze am großen Tisch frei. Dagegen sind der Donnerstag, der Freitag und der Samstag brechend voll. "Unser Personal müssen wir an fünf Tagen beschäftigen, um auch die Spitzentage mit Qualität zu bedienen, aber wenn Dienstag und Mittwoch nicht ausgebucht sind, sind die Personalkosten zu hoch, sodass zu wenig hängen bleibt.", erläutert das Duo.

„Mit der Entscheidung, zwei verschiedene Preise für die gleiche Leistung anzubieten, gehen wir einen für die Gastronomie neuartigen Schritt“
Micha Schäfer, Billy Wagner,  Nobelhart & Schmutzig
"Mit der Entscheidung, zwei verschiedene Preise für die gleiche Leistung anzubieten, gehen wir einen für die Gastronomie neuartigen Schritt, der in vielen anderen Branchen, wie auch in der Hotellerie, die Regel ist", erklärten die beiden Gastronomen: Ist die Nachfrage hoch, steigt der Preis für das Zimmer, ist sie niedrig, wird es günstiger. "Durch diese flexible Preisanpassung können wir weiterhin an fünf Tagen einen Abendservice mit einer straffen Personaldecke und einer hohen Effizienz anbieten. Wir denken, das wird Schule machen."

Investitionen in Mitarbeiter, Küche, Weinkeller


Ein weiterer Grund für die Preiserhöhung am Wochenende seien auch die hohen Investitionen der vergangenen Monate, sowohl in die Mitarbeiter wie auch in die Ausstattung des Restaurants und den Weinkeller. Unter anderem kommen nun in der Küche fast ausschließlich Edelstahl und Ton statt Plastik zum Einsatz. Im Weinkeller lagern zudem edle Tropfen von Clos Rougeard, Overnoy und Richard Leroy als Investition in die Zukunft des Restaurants. Außerdem sei zu Jahresbeginn eine weitere Stelle für einen Koch geschaffen worden, der als Bindeglied zwischen den Restaurantbetreibern und ihren Lieferanten fungieren soll.

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Wir sind in der Stadt und wir brauchen jemanden, der direkt auf dem Feld zu Hause ist oder im Stall wohnt. Jemanden, der schnell vor den Toren Berlins ist und jemanden, der uns das Beste aus dem Spreewald, der Uckermark oder der Müritz direkt ins Restaurant holt. Jemanden, der kochen kann und der direkt am Produzenten anfängt, die Ideen aus der Küche von Micha Schäfer zu denken."



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