Pret A Manger

JAB Holding kauft britische Sandwich-Kette

Pret a Manger wird am Berliner Hauptbahnhof im Herbst 2018 Deutschland-Premiere feiern.
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Pret a Manger wird am Berliner Hauptbahnhof im Herbst 2018 Deutschland-Premiere feiern.

Die private Investorengruppe JAB Holding kauft die britische Sandwich-Kette Pret A Manger. Das gab der bisherige Mehrheits-Besitzer Bridgepoint in einer Meldung bekannt. Über den Kaufpreis wurde offiziell Stillschweigen vereinbart. Die "Financial Times" beruft sich auf gut informierte Quellen und spricht von umgerechnet 1,7 Mrd. € inklusive Schuldenübernahme.

Der Verkauf soll laut Bridgepoint im Sommer 2018 abgeschlossen werden. Pret A Manger ist vor allem in UK stark vertreten, expandierte aber inzwischen in die USA, Hong Kong/China und Frankreich. Ab Herbst soll es auch eine deutsche Dependance geben. Die Kette verwendet hochwertige, frische Zutaten für ihre Sandwiches, Salate und Wraps. Die Fresh-Food-Marke betreibt 530 Units und generiert laut Bridgepoint 2017 einen Gesamtumsatz von 879 Mio. £ (umgerechnet ca. 1 Mrd. €).

Erfolgsgeschichte Pret A Manger

Pret A Manger wurde 1986 von den Quereinsteigern Julian Metcalfe und Sinclair Beecham in London gegründet. Das Konzept sah und sieht in erster Linie on-site hergestellte Salate, Sandwiches und Wraps aus hochwertigen Zutaten vor. Zudem gibt es Snacks und Getränke von Smoothies bis Kaffeespezialitäten. Im Jahr 2008 wurde Pret A Manger mehrheitlich von Bridgepoint übernommen.

Zu den Signature-Produkten bei Pret a Manger gehören belegte Sandwiches.
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Zu den Signature-Produkten bei Pret a Manger gehören belegte Sandwiches.

Hinter der in Luxemburg ansässigen JAB Holding steht die deutsche Milliardärs-Familie Reimann, die sich nach und nach ein globales Kaffee- und Backwaren-Imperium zusammenkauft. Dazu gehören neben JDE auch Keurig, Panera Bread und Krispy Kreme und seit Sommer 2017 auch die deutsche Kaffeebar-Kette Balzac.

Die Übernahme von Pret A Manger wäre bereits die zweite große Akquisition von JAB im Jahr 2018. Im Januar verkündete JAB die Übernahme von Dr. Pepper Snapple, den fünftgrößten Softdrink-Hersteller der Welt. Der Kaufpreis wurde mit umgerechnet 16,1 Mrd. € kolportiert. JAB kündigte an, Dr. Pepper Snapple mit seinem Unternehmen Keurig Green Mountain zusammenzulegen.

Clive Schlee, CEO von Pret A Manger, kommentierte den Verkauf wie folgt: "Unserer Überzeugung nach sind JAB ausgezeichnete Eigentümer für eine auf lange Zeit angelegte Strategie. Sie glauben an unsere Werte und unterstützen unsere Wachstumspläne. 2017 war zudem ein weiteres Jahr mit soliden Ergebnissen für Pret. Wir konnten im neunten aufeinanderfolgenden Jahr unsere Like-for-Like Sales steigern."

Schlee kündigte außerdem via Twitter an, dass alle 12.000 Pret A Manger-Mitarbeiter einen Bonus von je 1.000 £ bekommen sollen, sobald der Deal in trockenen Tüchern ist.

Clive Schlee kündigt Mitarbeiterbonus an



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