Pret A Manger

Kauf von Eat beschlossen

Vier Veggie Pret-Units gibt es bisher, weitere sollen durch Umgestaltung von Eat-Stores nun eröffnet werden.
Pret A Manger
Vier Veggie Pret-Units gibt es bisher, weitere sollen durch Umgestaltung von Eat-Stores nun eröffnet werden.

Die Übernahme der britischen Sandwichkette Eat durch die britische Fast-Casual-Marke Pret A Manger, London, ist offiziell. Pret teilt nun außerdem mit, dass möglichst viele der 94 Eat-Units in "Veggie Prets" umgewandelt werden sollen. Damit wolle man der wachsenden Nachfrage nach vegetarischen und veganen Offerten entsprechen. Seit 2018 gehört Pret zur JAB Holding.

1986 startete die britische Foodservice-Marke Pret A Manger, die in der Branche als eine der profiliertesten und profitabelsten gilt, in London mit klassischen Pret-Stores ihre Erfolgsgeschichte. 2016 sorgte man mit dem neuen Format Veggie Pret für Aufsehen, das die Klassik-Linie seitdem erweitert. Wiederum war die britische Hauptstadt Eröffnungs-Standort, dieses Mal für die Premiere des ersten Veggie Pret-Shops, von denen es aktuell vier Units gibt –  drei in London, einen in Manchester. Nun sollen weitere Standorte hinzukommen. "So viele Eat-Standorte wie möglich sollen zu Veggie-Pret-Units umgestaltet werden", so die offizielle Stellungnahme von Pret A Manger.

„Das Ziel unseres Deals ist es, die zunehmende Nachfrage der Konsumenten, die attraktive und hochwertige vegetarische und vegane Food- und Getränke-Lösungen suchen, zu bedienen. Mehr als zwei Jahre haben wir am Veggie Pret-Konzept gefeilt und verfügen nun über höchst erfolgreiche Stores in London und Manchester. Mit der Übernahme von Eat bieten sich nun wunderbare Chancen und signifikante Ressourcen, die Entwicklung von Veggie Pret zu beschleunigen.“
Clive Schlee, CEO, Pret A Manger

Seit gut 20 Jahren, 1996 in London gegründet, steht die Sandwich-Marke Eat für saisonal zugeschnittene Rezepturen ihrer belegten Brote, zudem zählen Salate und Kaffee-Spezialitäten zu den Core-Produkten. Die Kette gilt als unmittelbarer Wettbewerber von Pret A Manger, zumal etwa drei Viertel der Eat-Standorte sich in London befinden und viele dieser Locations noch dazu in Nachbarschaft zu Stores von Pret. Weitere Stores in Großbritannien befinden sich in sogenannten "Schlüssel-Städten" wie Birmingham, Manchester und an den Airports in Bristol, Edinburgh und Heathrow. Ebenso wie Pret ist Eat in Großbritannien auch im Take-away-Markt sehr stark. Andrew Walker, CEO of Eat sagt zum Kauf: "Eat's leidenschaftliche und fähige Mitarbeiter machen den Erfolg aus. Ihr Bekenntnis zum Top-Service gegenüber unseren Kunden ist der Schlüssel für den Erfolg unserer Company. Ich bin glücklich, dass diese Bemühungen durch die Übernahme wertgeschätzt werden."


Über Pret A Manger
Pret A Manger wurde 1986 von den Quereinsteigern Julian Metcalfe und Sinclair Beecham in London gegründet. Das Konzept sah und sieht in erster Linie on-site hergestellte Salate, Sandwiches und Wraps aus hochwertigen Zutaten vor. Zudem gibt es Snacks und Getränke von Smoothies bis Kaffeespezialitäten. Im Jahr 2008 wurde Pret A Manger mehrheitlich von Bridgepoint übernommen. Im Mai 2018 wechselte der Mehrheits-Eigner bei Pret A Manger: Die private Investorengruppe JAB Holding der deutschen Unternehmer-Familie Reimann übernahm Pret A Manger, vorher Bridgepoint. Der Transferpreis betrug umgerechnet 1,7 Mrd. Euro bei 530 Stores.

Wachstum von Pret
Mit einem Umsatz-Anstieg von 13,2 Prozent auf 878,5 Mio. Pfund setzte 2017 die britische Sandwich-Kette Pret A Manger  ihren atemberaubenden Wachstumskurs fort: Seit mehr als einem Jahrzehnt liefert das Unternehmen Jahr für Jahr ein zweistelliges Umsatzplus. 2018 dürfte die Marke für etwa 1 Mrd. Pfund Systemumsatz stehen. Seit Oktober 2018 ist Pret übrigens in Deutschland präsent, der erste Store eröffnete am Hbf Berlin.

Über die JAB Holding
Die JAB Holding der deutschen Unternehmerfamilie Reimann machte in den letzten Jahren vor allem durch Aufkäufe im Kaffee- und Snacksegment auf sich aufmerksam. Zum Portfolio gehören inzwischen unter anderem Keurig Dr. Pepper, Jacob Douwe Egberts, Panera Bread, Pret A Manger, Peet's Coffee & Tea, Caribou Coffee Company, Einstein Noah Restaurant Group, Krispy Kreme Doughnuts und Espresso House und seit 2017 auch die deutsche Kaffeebar-Kette Balzac.



stats