Prima Menü

Europäische Masthuhn-Initiative setzt sich durch

So schön hätten es die Hühner gerne. Die Europäische Masthuhn-Initiative will die Bedingungen in der Hühnerhaltung zumindest etwas verbessern.
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So schön hätten es die Hühner gerne. Die Europäische Masthuhn-Initiative will die Bedingungen in der Hühnerhaltung zumindest etwas verbessern.

Prima Menü unterstützt die von der Albert Schweitzer Stiftung ins Leben gerufene europäische Masthuhn-Initiative zur Verbesserung der Haltungsbedingungen von Masthühnern. Dies teilt der Hersteller tiefgekühlter Fertiggerichte in einer Presseerklärung mit.

"Prima Menü verpflichtet sich in Zusammenarbeit mit seinen Vorlieferanten, die definierten Standards in der Masthuhnhaltung bis spätestens 2026 umzusetzen. Im Kern geht es um mehr Platz pro Tier, mehr Tageslicht und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere in den Zuchtbetrieben", erklärt Prima Menü, Produzent von rund 100.000 Tiefkühlmahlzeiten pro Tag.

Über 200 Unternehmen mit an Bord

Seit September sind bereits über die Hälfte der Top 10 Caterer in Deutschland dabei. Hähnchen-Menü-Spezialist Kentucky Fried Chicken bereits seit Juli. Auch Iglo, Bofrost und Frosta oder Dr. Oetker sowie global Player wie Nestlé, Unilever reihen sich ein. "Wir freuen uns, dass Prima Menü sich ebenfalls entschlossen hat, die Bedingungen in der Hühnermast zu verbessern", so Robin Rader, Projektmanager im Bereich Lebensmittel-Fortschritt der Albert Schweitzer Stiftung. "Die Europäische Masthuhn-Initiative unterstützen bereits mehr als 200 Unternehmen aus den USA und Europa."

Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung ergänzt: "Wir erwarten auch von anderen Unternehmen, dass sie Verantwortung für die Zustände in der industriellen Tierhaltung übernehmen und werden das weiterhin einfordern. Die gesetzlichen Mindeststandards sind leider völlig unzureichend."

Überzüchtung eindämmen, Leid mindern

Zu den wichtigsten Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative gehört die Verwendung von Rassen oder Hybridlinien, die weniger überzüchtet sind. Sie wirkt so, im Gegensatz zur "Initiative Tierwohl", Gesundheitsproblemen entgegen, unter denen die üblichen Rassen und Linien, auch bei verbesserten Haltungsbedingungen, leiden.

ÜBER DIE ALBERT SCHWEITZER STIFTUNG FÜR UNSERE MITWELT
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich gegen Massentierhaltung und für die vegane Lebensweise ein. Dafür wirkt sie auf wichtige Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ein, um Tierschutzstandards zu erhöhen, den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern.



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