Proserv Management GmbH

Vorzeige-Projekt Zentralküche


Logistikmanagement: Lebensmittel werden in spezielle Kisten umgepackt und eingescannt.
Ulrike Kolb
Logistikmanagement: Lebensmittel werden in spezielle Kisten umgepackt und eingescannt.

Ein zukunftsweisendes Großprojekt im deutschen Klinikmarkt entstand 2018 mit dem Neubau einer Zentralküche und Zentralsterilisation am Versorgungscampus der Proserv Management GmbH in Pulheim. Der neue Versorgungscampus arbeitet mit Massenspeicher, Intralogistik und Shuttlelager als Einheit.

Dieser Text ist zunächst in der Jubiläumsausgabe der gv-praxis zum 45jährigen Bestehen erschienen. Das komplette E-Paper ist ausnahmsweise auch für Nicht-Abonnenten frei lesbar.

Die Planung der Küchentechnik für den Versorgungscampus oblag der Kolb Planungsgesellschaft, Oldenburg. Laut Fachplaner Hans-Georg Kolb entstanden Kapazitäten für 3.000 Beköstigungstage (BKT), tablettiert für sechs bis zehn Krankenhäuser. Hinzu kommen weitere 3.000 Großgebinde für Cafeterien, Mitarbeiter in den Kliniken und Senioreneinrichtungen. 

Besonderheit des Projektes

Erstmalig wurden am Versorgungscampus für Zentralküche und Zentralsterilisation eine gemeinsame Anlage für Massenspeicher, Shuttlelager und Intralogistik installiert. Das bedeutet: Angelieferte Lebensmittel werden in spezielle Kisten umgepackt, eingescannt und in das Massenspeichersystem eingegeben. Bei Bedarf werden die Lebensmittel von der Küche abgerufen und direkt in der Küche aus dem System zur Verfügung gestellt.
Blick in die Speicherkapazitäten der Boxen im automatisierten Lager.
Ulrike Kolb
Blick in die Speicherkapazitäten der Boxen im automatisierten Lager.

Speisen werden systematisch zugeordnet

Die Lebensmittel werden in der Küche im Cook-&-Chill-Verfahren verarbeitet, in GN-Einsätze gefüllt, in spezielle Kisten gepackt, eingescannt und wieder in den Massenspeicher geführt. Die Tablettierung erfolgt "sortenrein", also getrennt nach "Vollkost", "leichte Kost", "vegetarisch" und "Diäten". Die Speisenkomponenten werden aus dem System abgerufen, am Band tablettiert, eingescannt und in eine "Fastbox" gegeben. Darin stehen sie zum Abholen bereit. Die tablettierten Speisen werden nach Krankenhäusern, Stationen und Patientenzimmern gemäß einem klaren System zugeordnet: Die Mitarbeiter an der "Fastbox" rufen anhand der Patiententablettkarte das geforderte Patiententablett ab. Die Box gibt das jeweilige Tablett in der richtigen Reihenfolge aus, abhängig davon, wie die Patienten in den Zimmern liegen. Der Mitarbeiter gibt die Tabletts wieder in der entsprechenden Reihenfolge in den Tablettwagen ein. Bis zum Abholen stehen die Wagen – sortiert nach Krankenhäusern – im gekühlten Wagenbahnhof bereit.

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