ProVeg

Kampagne gegen Veggie-Burger-Verbot

Sollen nach EU-Willen bald nicht mehr Burger heißen: Vegane Kreationen mit pflanzlichen Patties.
Pixabay
Sollen nach EU-Willen bald nicht mehr Burger heißen: Vegane Kreationen mit pflanzlichen Patties.

Im April 2019 stellte der Agrarausschuss des EU-Parlaments einen Antrag, Bezeichnungen wie "Burger" und "Wurst" für vegane und vegetarische Produkte zu verbieten. Mit einer Petition und Kampagne kämpft die Ernährungsorganisation ProVeg nun gegen die Entscheidung an.

"Das vorgeschlagene Verbot würde Produzenten einschränken. Darüber hinaus hätte es Auswirkungen auf die positiven gesellschaftlichen und umweltfreundlichen Veränderungen, die der Markt pflanzlicher Lebensmittel mit sich bringt", erläuterte Felix Domke, Leiter Politik bei ProVeg die Hintergründe der Kampagne.

Der Agrarausschusses des Europaparlaments begründete seinen Antrag damit, dass Bezeichnungen wie "Burger" und "Wurst" für vegane und vegetarische Produkte Verbraucher in die Irre führen würden. Als Alternativvorschläge präsentierte das Gremium Begriffe wie "Veggie-Disc" oder "Bratstück". Laut ProVeg sind diese Bezeichnungen allerdings unverständlich, und der gesamte Antrag unnötig und irrational.

"Es gibt keine empirischen Studien oder sonstige Belege, die darauf hinweisen, dass Verbraucher durch die aktuellen Bezeichnungen von veganen und vegetarischen Produkten verwirrt oder getäuscht werden", kritisiert Felix Domke. "Zu behaupten, dass Konsumenten die Bedeutung des Begriffs 'Veggie-Burger' und ähnlicher Bezeichnungen nicht verstehen, ist Unsinn. Begriffe wie 'Burger', 'Wurst' und 'Milch' für pflanzliche Produkte vermitteln den Verbrauchern die Eigenschaften der Produkte, nach denen sie beim Kauf suchen, beispielsweise in Bezug auf Verwendung, Geschmack und Textur. Das hat sich seit Jahren bewährt, warum sollte es erschwert werden?"

Die Petition zum Stop des Veggie-Burger-Verbots kann auf der ProVeg-Website unterschrieben werden. Aktuell hat die Organisation bereits mehr als die Hälfte der benötigten 20.000 Stimmen erhalten. Der Plan ist es, die Petition dem EU-Parlament vor der finalen Abstimmung zu übergeben.

stats