Quartalszahlen

Selecta wächst weiter

Ein Wachstumsmarkt: die Foodies von Selecta in Unternehmen und Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen.
Selecta
Ein Wachstumsmarkt: die Foodies von Selecta in Unternehmen und Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen.

Der Schweizer Automatenbetreiber Selecta verbucht dank Preiserhöhungen und Kostensenkungen im dritten Quartal 2022 ein signifikantes Wachstum. Auch auf dem deutschen Markt sind positive Entwicklungen spürbar.

Der Konzernumsatz ist auf 297 Millionen Euro gestiegen, was insgesamt ein Plus von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (260,8 Millionen Euro in 2021) bedeutet. Dieser Anstieg ist laut dem Unternehmen auf eine anhaltende Erholung im Privatkundensegment und eine "starke Leistung im öffentlichen Sektor" gepaart mit einem straffen Kostenmanagement zurückzuführen.

"Unser Fokus auf niedrige Kosten und maßgeschneiderte Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden hat sich auch im dritten Quartal ausbezahlt", sagt Christian Schmitz, CEO der Selecta-Gruppe. Um die gestiegenen Rohstoffpreise und Lieferkosten abzufangen, hat der Automatenbetreiber zudem die Preise erhöht. Darüber hinaus hat mandie Digitalisierung des Maschinenparks vorangetrieben und etwa Telemetrie im gesamten Maschinenpark zur Unterstützung von Planung und Betrieb implementiert.

Alexander Breuckelmann ist Geschäftsführer der Selecta Deutschland GmbH.
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Alexander Breuckelmann ist Geschäftsführer der Selecta Deutschland GmbH.

Diese Maßnahmen ergeben in konkreten Zahlen ein bereinigtes EBITDA von 56,5 Millionen Euro und einen Anstieg von 7,7 Prozent (52,5 Millionen Euro in 2021) gegenüber dem Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 19 Prozent. Alexander Breuckelmann hebt den Beitrag des deutschen Marktes zum Quartalsgewinn hervor: "Deutschland hat maßgeblich zu dem guten Resultat beigetragen – und zeigt einen positiven Trend auf", sagt der Geschäftsführer der Selecta Deutschland GmbH. Wie aus der Unternehmenspräsentation hervorgeht, stieg der Umsatz in den zentraleuropäischen Märkten um 9,8 Prozent, was vor allem durch Deutschland und Österreich getrieben war - die beiden Länder waren die "stärksten Performer". In Deutschland wuchs der Umsatz seit Beginn des Jahres 2022 bis Beginn des dritten Quartals im zweistelligen Prozentbereich.


Deutschland – 2021 mit 50 Millionen Euro Umsatz im Selecta-Universum eher im unteren Drittel einzuordnen – befindet sich entsprechend im Aufwind und erfüllt damit die Erwartungen von Christian Schmitz: "Wir wollen sinnvoll und zielgerichtet wachsen", erklärte der CEO diesen September im Gespräch mit foodservice. Für weiteres Wachstum sieht er Potenzial in Abstimmung mit den großen Caterern zu generieren. "Während die das profitable Geschäft zwischen 12 und 14 Uhr machen, sind wir in den Randzeiten dabei. Und der Fokus muss auf dem Bestand liegen – da haben wir bislang 4500 Kunden, aber noch zu wenige ganz Große."


Selecta

Die Schweizer Selecta-Gruppe bietet in 16 europäischen Ländern Kaffee- und FoodTech-Lösungen am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum an. Zuletzt erzielte das Unternehmen mit seinen 7.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Kaffee, Getränken, Snacks und frischen Mahlzeiten an ihren Automaten.

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