Rabatt-App

Millionen-Invest für DiscoEat

Die Restaurant-App DiscoEat hat nach eigenen Angaben einen Millionen-Betrag als Investment erhalten. Hier ein Plakat des Unternehmens am Berliner Alexanderplatz.
DiscoEat
Die Restaurant-App DiscoEat hat nach eigenen Angaben einen Millionen-Betrag als Investment erhalten. Hier ein Plakat des Unternehmens am Berliner Alexanderplatz.

Die Restaurant-App DiscoEat will Gastronomen dabei helfen, per Yield Management leere Tische in Nebenzeiten zu füllen. Bekannte Namen aus der Gründerszene und Venture Capital Fonds schießen nun frisches Kapital zu. Mit dem Investment sollen neue Features entwickelt werden.

Die Restaurant-App DiscoEat hat einer Pressemitteilung des Unternehmens zufolge einen Millionen-Betrag als Investment erhalten. Die genaue Höhe des Betrags wurde nicht genannt. Unter den Investoren sind der Venture Capital Fonds IBB Bet, eine Hamburger Beteiligungsgesellschaft und Business Angels wie die Foodora-Gründer Emanuel Pallua und Julian Dames, der Foodpanda-Gründer Felix Plog, der Helpling-Gründer Benedikt Franke, sowie Mesosphere-Gründer Florian Leibert.

Mit dem Geld, so kündigte DiscoEat-Gründer Moritz Heininger an, will man das Partnernetzwerk ausbauen sowie weitere neue Features entwickeln, um neue profitable Kunden für Restaurants zu gewinnen.

DiscoEat startete im Januar 2019 in Berlin und expandierte im Juni 2019 nach Köln und London. Nach eigenen Angaben zählt das Portfolio von DiscoEat heute mehr als 140 Restaurants in ganz Berlin und weitere 160 Restaurants in Köln und London. Weitere Städte sollen noch in diesem Jahr erschlossen werden. Die Zahl der DiscoEat-Nutzer liege aktuell bei mehr als 20.000, so Heininger: „Allein in Berlin sind es mehr als 15.000, die meisten zwischen 25 und 40 Jahre alt.“
Über DiscoEat
DiscoEat positioniert sich als „Plattform zum Entdecken neuer Restaurants“. Restaurants soll sie dabei helfen, neue Gäste zu gewinnen und so Umsätze und Auslastung – vor allem in Nebenzeiten – zu maximieren. Über DiscoEat können Nutzer gut bewertete Restaurants mit uhrzeitabhängigen Rabatten auf die Speisekarte buchen. Wann und wie viel Rabatt die Gastronomen für welche Anzahl an Plätzen anbieten, entscheiden sie selbst.
Das Konzept des "Yield Management" kommt ursprünglich aus der Hotellerie und der Airline Industrie, die ihre Preise nach der Nachfrage ausrichten. DiscoEat-Gäste haben stets dieselbe Auswahl aus der gesamten Speisekarte wie der „normale“ Gast – es gibt keine abgespeckten Versionen für Rabattkunden. Bei den Getränken zahlen alle den regulären Preis.

Bereits in der Anfangsphase des  Unternehmens beteiligte sich Rocket Internet am Berliner Startup. Trotzdem musste im Spätsommer 2019 ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Mit der neuen Finanzierung soll nun auch die App weiterentwickelt werden. Neben der Rabattierung zu Nebenzeit werden den Restaurants in Zukunft weitere Tools an die Hand gegeben um auch zu Hauptzeiten neue Kunden zu gewinnen – und das ganz ohne Rabatte. Auch an einem Loyalty-System für Restaurantpartner wird gearbeitet.

Die beiden Gründer und Geschäftsführer Nicolo Luti und Moritz Heininger haben sich in Hong Kong kennengelernt, als sie dort gemeinsam als Geschäftsführer das Geschäft von Foodpanda, der größten asiatischen Food-Delivery-Firma, leiteten. Die enge Zusammenarbeit mit den Partnerrestaurants und die Einblicke in die Herausforderungen des Gastronomie-Alltags habe die Grundlage für die Entwicklung von DiscoEat gelegt.
 
 



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