Re-Start / Gemeinschaftsgastronomie

Sonderregelungen für Betriebsrestaurants und Mensen

In Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gelten dieselben Regelungen für Betriebsrestaurants wie für die öffentliche Gastronomie.
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In Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gelten dieselben Regelungen für Betriebsrestaurants wie für die öffentliche Gastronomie.

Manche Bundesländer haben eigene Regeln für Kantinen und Mensen. Ausnahmen sind Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort gelten dieselben Bestimmungen wie für die Gastronomie. Sonderregelungen greifen teilweise, wo keine externen Gäste hinzukommen. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu Gästen aus anderen Haushalten ist überall verbindlich. Die Experten des Dehoga, Fachabteilung Gemeinschaftsgastronomie, haben diese Liste zusammengestellt.

Am 6. Mai hatten die Bund-Länder-Beratungen die Kontaktbeschränkungen für die Bürger im öffentlichen Raum grundsätzlich bis 5. Juni verlängert, aber gelockert. Seitdem sollen sich auch Angehörige von zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen. Wie in der Gastronomie gelten auch in der Betriebsgastronomie unterschiedliche Covid-19-Sicherheitsregelungen und Termine in den Bundesländern. So dürfen in Baden-Württemberg und Bayern Kantinen im Gegensatz zu Restaurants bereits öffnen. Die Bundesländer im Überblick.

Baden-Württemberg, VO vom 16. Mai gültig bis 1. Juli 2020
  • von der Betriebsuntersagung ausgenommen sind Kantinen für Betriebsangehörige oder Angehörige öffentlicher Einrichtungen
  • zwischen Tischen und auch Stehplätzen muss der Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den gewährleistet sein
  • für Kantinen, die neben Betriebsangehörigen auch betriebsfremde Personen verköstigen, gelten die Regeln der Gastronomie VO
 
Bayern, VO vom 14. April 2020
  • der Betrieb nicht öffentlich zugänglicher Betriebs- und Schulkantinen ist zulässig, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet und eingehalten wird
  • der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen
  • die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann im Einzelfall ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich ist
  • für Kantinen, die neben Betriebsangehörigen auch betriebsfremde Personen verköstigen, gelten die Regeln der Gastronomie VO
 
Berlin, VO vom 22. März in der Fassung vom 19. Mai, gültig bis 4. Juli 2020.
Kantinen für Betriebsangehörige sowie für Angehörige von Bundeswehr und Polizei dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Hygieneregeln nach § 2 Absatz 1 betrieben werden
  • seit dem 15. Mai 2020 dürfen Kantinen auch für nichtbetriebsangehörige Gäste geöffnet werden
  • § 2 Einhaltung von Hygieneregeln (1) In den nachfolgend in den Teilen 2 bis 5 dieser Verordnung geregelten Betrieben, Einrichtungen und Angeboten sind die einschlägigen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung zu berücksichtigen und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden sowie wirksame Schutzvorschriften für Personal, Besuchende sowie Kundinnen und Kunden zur Hygiene einzuhalten
  • Arbeitsschutzrechtliche Vorgaben bleiben unberührt
  • Gewerbetreibende haben die jeweils geltenden Vorgaben der zuständigen Berufsgenossenschaften einzuhalten
  • Ziele der zu veranlassenden Schutzmaßnahmen sind die Reduzierung von Kontakten, der Schutz des Personals vor Infektionen sowie die möglichst weitgehende Vermeidung von Schmierinfektionen über Oberflächen und Gegenstände
  • dies soll insbesondere durch Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime sichergestellt werden
  • falls erforderlich, soll der Zutritt gesteuert werden, um Warteschlangen und Ansammlungen von Menschen zu vermeiden
  • die Vorhaltung eines Hygienekonzepts und Einhaltung der Hygienevorschriften nach den Sätzen 1 bis 6 können durch die zuständige Behörde überprüft werden
  • für Kantinen, die neben Betriebsangehörigen auch betriebsfremde Personen verköstigen, gelten die Regeln der Gastronomie VO
Brandenburg, VO vom 8. Mai, gültig bis 16. August 2020
  • Betreiber von Gaststätten im Sinne des Brandenburgischen Gaststättengesetzes haben sicherzustellen, dass auf der Grundlage eines für ihren jeweiligen Bereich geltenden Hygienekonzepts die Einhaltung der erforderlichen Abstands-und Hygieneregeln im Einzelfall sichergestellt sind
  • Kantinen für Betriebsangehörige sowie für Angehörige von Bundeswehr, Polizei, Zoll und Verpflegungseinrichtungen (Mensen und Cafeterien) an Hochschulstandortenmüssen die für die Gastronomie seit 15.06.2020 verpflichtende Erfassung von Personendaten nicht beachten
Bremen, VO vom 19. Mai, gültig bis 26. Juni 2020
In Bremen gelten keine gesonderten Regelungen für Kantinen in der aktuellen Verordnung. Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten aktuell also auch für Betriebskantinen.

Hamburg, VO vom 12. Mai, gültig bis 31. Mai 2020
  • die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten auch für Personalrestaurants und Kantinen
  • gestattet ist der Betrieb von Speisesälen in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen oder Einrichtungen der Betreuung sowie der Betrieb von nicht-öffentlichen Kantinen unter Beachtung geeigneter Hygiene- und Schutzmaßnahmen
Hessen, VO vom 7. Mai 2020, gültig bis 16. August 2020
Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten auch für Mensen und Kantinen mit Ausnahme der Erfassung der personenbezogenen Daten.

Mecklenburg-Vorpommern, VO vom 8. Mai in der Fassung vom 19. Mai, gültig bis 10. Juni 2020
  • nicht öffentlich zugängliche Personalrestaurants, Kantinen und ähnliche Betriebe dürfen ihren Betrieb fortsetzen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen gewährleistet ist
  • für Kantinen, die neben Betriebsangehörigen auch betriebsfremde Personen verköstigen, gelten die Regeln der Gastronomie VO
Niedersachsen, VO vom 8. Mai 2020 in der Fassung vom 22. Juni 2020
Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten auch für Kantinen. Mensen dürfen erst nach Zustimmung der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde betrieben werden, wenn auf der Grundlage eines Hygienekonzepts der Betreiberin oder des Betreibers sichergestellt ist, dass die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus erheblich vermindert ist.

Nordrhein-Westfalen, gemäß VO in der ab 16. Mai gültigen Fassung, gültig bis 01. Juli 2020
Hier werden öffentlich zugängliche Kantinen und Mensen wie öffentliche Gastronomie bewertet und unterliegen denselben Regelungen. Immer sind die "erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen (auch in Warteschlangen) zu treffen".
  • § 5 Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen (8) Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Bewohner, Patienten und Besucher müssen geschlossen werden, 
  • ausnahmsweise darf die Einrichtungsleitung den Betrieb von Kantinen und Cafeterien für die Beschäftigten der Einrichtung und von Speisesälen für die notwendige Versorgung von Patienten und Bewohnern aufrechterhalten
  • beim Betrieb öffentlich zugänglicher Kantinen und Mensen sind die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung zu beachten
  • nicht öffentlich zugängliche Mensen (außer Hochschulmensen) und Kantinen von Betrieben, Behörden und (Aus-)Bildungseinrichtungen (einschl. Schulen im Sinne von § 1 Absatz 1 der Coronabetreuungsverordnung) dürfen zur Versorgung der Beschäftigten und Nutzer der Einrichtung abweichend von Absatz 1 betrieben werden, wenn geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen (auch in Warteschlangen) gewährleistet sind
Rheinland-Pfalz, VO vom 25. Mai, gültig bis 23. Juni 2020

Für Kantinen und Mensen, die ausschließlich die Versorgung der betreffenden Einrichtung vornehmen, sind unter Beachtung der grundsätzlichen Schutzmaßnahmen geöffnet. Für sie gilt zudem:

  • keine Reservierungs- und Registrierungspflicht
  • keine eingeschränkten Öffnungszeiten
  • keine Vorgabe, an Tischen zu verzehren
  • kein Verbot für Gästen im Bar- und Thekenbereich zu verweilen
Saarland, VO vom 15. Mai, gültig bis 30. September 2020
  • Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten auch für Kantinen.
  • Kantinen oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher können nach Maßgabe der grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung geöffnet werden.
Sachsen, VO vom 12. Mai, gültig bis 29. Juni 2020
Für Mensen sowie Hochschul-Cafeterien gelten die Regelungen aus der Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Hygiene für Kantinen. In allen erlaubten Betrieben, Einrichtungen und Angeboten sind die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dazu vorhandene branchenspezifische Konkretisierungen der Unfallversicherungsträger beziehungsweise der Aufsichtsbehörde und die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung zu berücksichtigen sowie weitere Schutzvorschriften gemäß der Allgemeinverfügung Hygiene des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt einzuhalten.

Sachsen-Anhalt, VO vom 12. Mai 2020
Keine gesonderte Regelung für Kantinen in der aktuellen Verordnung. Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten aktuell also auch für Betriebskantinen.

Schleswig-Holstein, VO vom 16. Mai, gültig bis 28. Juni 2020
Keine gesonderte Regelung für Kantinen in der aktuellen Verordnung. Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten aktuell also auch für Betriebskantinen.

Thüringen, VO vom 12. Mai, gültig bis 15. Juli 2020
Keine gesonderte Regelung für Kantinen in der aktuellen Verordnung. Die grundsätzlichen Auflagen für die Gastronomieöffnung gelten aktuell also auch für Betriebskantinen.


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