Re-Start / Hamburg

Startschuss für Events in Hamburg

Licht am Ende des Tunnels: In Hamburg dürfen wieder Veranstaltungen stattfinden – auch in Theatern und Opernhäusern.
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Licht am Ende des Tunnels: In Hamburg dürfen wieder Veranstaltungen stattfinden – auch in Theatern und Opernhäusern.

Weitreichende Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat der Hamburger Senat bekanntgegeben. Ab sofort dürfen Veranstaltungen draußen mit bis zu 1.000 Personen stattfinden. Drinnen liegt das Limit bei 650 Personen. Die Lockerungen betreffen auch Besuche in Theatern, Opern, Konzerthäusern und Musicaltheatern. Clubs und Diskotheken bleiben weiter geschlossen.

Gute Nachrichten für Hamburgs Event-Caterer und Gastronomen. Seit gestern, 1. Juli, dürfen in Hamburg bis zu zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten im Freien zusammentreffen. Bis zu 25 Personen dürfen sich auch in Innenräumen treffen ohne Limit bei der Anzahl der Haushalte. Events im Freien dürfen bis zu 1.000 Personen umfassen, vorausgesetzt es gibt feste Sitzplätze, die die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sichern. Drinnen dürfen nicht mehr als 650 Menschen gemeinsam feiern. Pro Person muss eine Fläche von 10 Quadratmetern garantiert sein.

Feste Sitzordnung entscheidend

Ohne eine feste Sitzordnung liegt das Limit bei Outdoor-Veranstaltungen bei 200 Personen, indoor bei 100 und es darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Bei möglichem Alkoholgenuss steigen dann die Beschränkungen deutlich: 100 Personen im Freien, maximal 50 drinnen. Laut der aktuellen Verordnung der Stadt Hamburg dürfen Theater, Opernhäuser und Musicaltheater wieder Gäste empfangen. Tanzschulen können Kurse und die Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen anbieten. Die Verordnung gilt vom 1. Juli bis 31. August.

"Hamburg hält Wort"

Für die Erlaubnis, seinen Beruf als Event-Caterer wieder auszuüben, hatte unter anderen Alexander Brückmann von Tafelspitz GmbH Full Service Catering vor Gericht gekämpft. In einem offenen Brief an Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hatte der Geschäftsführer seine Unterstützung angeboten, um ein coronasicheres Hygiene- und Veranstaltungskonzept für Hamburgs Event-Caterer zu erarbeiten. Eine direkte Reaktion des Stadtoberhauptes auf sein Angebot blieb aus. Jedoch hatte die Stadt bereits während des Verfahrens angekündigt, die Beschränkungen zu lockern.
Brückmanns erste Reaktion: "Hamburg hält Wort. Mit der Neufassung der Verordnung ist Hamburg einen deutlichen Schritt nach vorn gegangen. Für Veranstaltungen gelten zwar Hygienevorschriften und Abstandsgebot, nicht jedoch eine generelle Maskenpflicht." Zufrieden ist er beispielsweise damit, dass die 10-Quadratmeter-Regel nicht bei den zahlenmäßig beschränkten Events im Freien gilt, wenn es feste Sitzplätze gibt, wenn auch bei mehr als 200 Teilnehmern ein detaillierteres Schutzkonzept vorzulegen sei. Frau Dr. Gröhn, deren Kanzlei Klemm & Partner die Firma Tafelspitz vertritt, ergänzt: "Ganz wichtig ist: Auch die Zahl der zulässigen Teilnehmer verändert sich nicht, wenn Alkohol ausgeschenkt werden sollte."

Nun sei es natürlich wichtig, dass die Kunden und Gäste auch wollen, äußert sich Alexander Brückmann gegenüber FOOD SERVICE. Eine gewisse Skepsis trübt die Vorfreude etwas. "Wir sind immer noch meilenweit vom Normalzustand entfernt. Immerhin aber sehen wir jetzt ganz deutlich Licht am Ende des Tunnels," resümiert der leidenschaftliche Event-Caterer.

Keine Hotelgäste aus Corona-Hotspots

Strengere Regeln hat Hamburg indessen für die Beherbung von Touristen erlassen. So hat der Senat beschlossen, dass Reisende aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh nicht beherbergt werden dürfen. Ebenso Gäste aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, es sei denn, sie können einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als zwei Tage ist.


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