Re-Start/Coronakrise

Dramatische Lage heimischer Gastro bestätigt

Viel Abstand - wenige Gäste: Der Re-Start in der Gastronomie ist für viele Betreiber nicht wirtschaftlich.
imago images / Ralph Peters
Viel Abstand - wenige Gäste: Der Re-Start in der Gastronomie ist für viele Betreiber nicht wirtschaftlich.

Erschreckend sei die Bilanz der Wirte nach der Wiedereröffnung der Gastronomie in Deutschland. Das berichtet der Dehoga Bundesverband basierend auf einer aktuellen Umfrage. Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, dass wirtschaftliches Handeln mit allen coronabedingten Auflagen nicht möglich ist. 

78,3 Prozent der Betriebe konnten in den ersten Tagens des Re-Starts nur maximal 50 Prozent der üblichen Umsätze erzielen. "Auch wenn die Betriebe wieder Gäste bewirten dürfen, stehen sie aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen mit dem Rücken zur Wand", erklärt Dehoga-Präsiedent Guido Zöllick. 

Nach seit fast drei Monaten katastrophaler Ausnahmesituation appeliert Zöllick an die Politik: "Ein Rettungsfonds mit direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen, wie wir diesen bereits seit März fordern, ist überlebensnortwendig." Auf dem Spiel stünden zigtausende Betriebe und Hundertausende Arbeitsplätze. 

Fast jedes dritte Restaurant meldete einen Umsatz zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Knapp 30 Prozent kommen auf 10 bis 25 Prozent der Vorjahreswerte. Rund 17 Prozent der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 Prozent. Lediglich bei etwa 22 Prozent der Befragten lag der Verlust bei weniger als der Hälfte eines Normalumsatzes. 

Die coronabedingten Einbußen im März waren dramatisch: Restaurants und Cafés berichten von durchschnittlichen Umsatzrückgängen von 80 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr 2020 rechnen alle Beteiligten mit einem Minus von mindestens 55 Prozent.


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