Vegetarierbund

rechtsverbindliche Veggie-Definition gefordert

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) kritisiert fehlende Definitionen der Begriffe 'vegan' und 'vegetarisch'. "Wir brauchen mehr Transparenz und bessere Informationen für Menschen, die sich bewusst ernähren wollen", fodert Till Strecker, Leiter Politik und Internationales beim VEBU.

Anlässlich des 40. Jubiläums des Europäischen Programms weist der VEBU auf eine Lücke im europäischen Verbraucherrecht hin. "Weder auf nationaler noch auch auf europäischer Ebene gibt es eine rechtlich bindende Definition der Begriffe 'vegan' und 'vegetarisch'. Gleichzeitig steigt in der EU die Anzahl vegan oder vegetarisch lebender Menschen stetig und der Markt für Produkte ohne tierische Zutaten wächst.
Durch die Lebensmittelinformationsverordnung hat der europäische Gesetzgeber der EU-Kommission bereits 2011 aufgetragen, rechtsverbindlich zu definieren, welche Lebensmittel für Veganer und Vegetarier geeignet sind. Dieser Verpflichtung ist die Kommission bisher nicht nachgekommen. "Es ist unverständlich, dass die Europäische Kommission seit vier Jahren ihrer Verpflichtung nicht nachkommt, diesen Missstand zu beenden. Rechtsverbindliche Definitionen sind wichtig, damit Menschen, die bewusst wenig oder keine tierischen Lebensmittel essen möchten, selbstbestimmte und informierte Konsumentscheidungen treffen können", so Strecker weiter.
www.VEBU.de

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