Safthersteller Voelkel

Kein Sponsoring der Echo-Verleihung mehr

Voelkel

Nach der Preisvergabe des Echos an das Rapper-Duo Kollegah und Farid Bang, das in einem prämierten Song auf beschämende Weise Vergleiche zu Opfern des Holocausts zieht, stellt das Unternehmen das Sponsoring der Veranstaltung ein. Damit distanziert Voelkel sich von den künstlerischen Inhalten der umstrittenen Preisträger ebenso wie vom Prozedere der Preisvergabe.

Die rein auf Verkaufszahlen basierte und im Vorfeld inhaltlich nicht ausreichend kritisch beurteilte Honorierung eröffne auf das Echo-Komitee eine fragwürdige Perspektive, auf die das Album kaufende Hörerschaft eine erschreckende, kommentiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Darin heißt es weiter: "Auch wenn die antisemitische Provokation nach Aussagen der Künstler als solche nicht gemeint sei und nur als Stilmittel zur Erzeugung effizienter Battle-Rap Zeilen zum Einsatz kam, wurde aus künstlerischer Freiheit und schlichter Geschmacklosigkeit hier eine schmerzhafte Grenzüberschreitung."


Die Naturkostsafterei befürwortet daher die vom Bundesverband der deutschen Musikindustrie bereits angekündigte umfassende Analyse der Angelegenheit sowie die Erneuerung der mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen. "Dies ist das richtige Signal für die Zukunft. Dennoch werden wir unsere Sponsoring-Aktivitäten bis auf Weiteres im Bereich alternativer und unabhängiger Musikveranstaltungen streuen und so eine Unterstützung von Inhalten gewährleisten, die ohne Diskriminierung und Diffamierung auskommen."



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