Schaustellerbund

Weihnachtsmärkte waren "finanzielles Desaster"

Wenig Betrieb auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Hamburger Rathausplatz.
IMAGO / Hanno Bode
Wenig Betrieb auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Hamburger Rathausplatz.

Viel Unsicherheit, kurzfristige Einschränkungen bis hin zu Absagen: Der Schaustellerbund zieht ein negatives Fazit zum Abschluss der diesjährigen Weihnachtsmarkt-Saison. Vor allem 2G plus habe die Veranstalter getroffen.

"Die Weihnachtsmärkte waren ein finanzielles Desaster. Die Einschränkungen waren einfach zu stark", sagte der Präsident des Schaustellerbundes, Albert Ritter, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Schon die 2G-Regelung habe die Umsätze auf ein Drittel des Normalniveaus fallen lassen, 2G plus jedoch sei einer Absage gleichgekommen. "Dann waren es nur noch 5 bis 10 Prozent des üblichen Umsatzes".

Weitere Hilfen gefordert

Von der Bundesregierung fordert Ritter weitere Hilfen für die Branche. "Es muss einen Schadensausgleich geben, die Überbrückungshilfen müssen über den März hinaus verlängert und die Kredittilgung bis zwölf Monate nach Pandemieende ausgesetzt werden", sagte Ritter.

Den von den coronabedingten Einschränkungen besonders betroffenen Schaustellern hatten Finanz- und Wirtschaftsministerium Anfang Dezember zusätzliche staatliche Hilfen versprochen. Dazu zählt etwa ein verbesserter Eigenkapitalzuschuss. Außerdem wurde die bis Jahresende befristete Überbrückungshilfe als zentrales Kriseninstrument des Bundes bis Ende März 2022 verlängert.

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