Schulessen

Julia Klöckner investiert in Schul- und Kitaverpflegung

Julia Klöckner will die Schulverpflegung verbessern.
BMEL/CDU
Julia Klöckner will die Schulverpflegung verbessern.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat den Startschuss für die bundesweiten Tage der Schulverpflegung gegeben. Das Motto: „Vielfalt schmecken und entdecken“. Die Aktion läuft von Anfang September bis Ende November und findet in Kooperation mit den Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Ländern statt.

Budget verdoppelt

Klöckner will damit die Kita- und Schulverpflegung in den Mittelpunkt rücken, um Übergewicht zu vermeiden und Ernährungsbildung zu stärken. Gleichzeitig gab die CDU-Politikerin bekannt, die Vernetzungsstellen Schulverpflegung ab 2019 stärker zu fördern. Klöckner: „Ich habe die Mittel für die Vernetzungsstellen ab dem Jahr 2019 verdoppelt.“

Über 1.000 Einrichtungen mit Zertifikat

Nicht ohne Grund: Heute seien 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig - doppelt so viele wie noch vor 50 Jahren, so die Ministerin. Eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Pfunde würden Schulen und Kitas einnehmen. Positiv aus Sicht der Ministerin: Immer mehr Einrichtungen halten sich an die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). So sind laut DGE-Bericht bundesweit derzeit 621 Kitas und 386 Schulen bzw. deren Caterer nach den Standards zertifiziert. Ein Erfolg.

Ursachen von Fehlernährung erforschen

Klöckner setzt zudem auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bildung. Ihr Ministerium hätte das Institut für Kinderernährung am Max Rubner-Institut eingerichtet, um die Ursachen von Fehlernährung zu untersuchen. „Zusammen mit umfassender Ernährungsbildung ab dem Kleinkindalter legen wir damit den Grundstein, um Übergewicht und Fehlernährung im nächsten Schritt zu beheben.“

Aktionstage im Profil

Die Tage der Schulverpflegung finden von Anfang September bis Ende November in Zusammenarbeit mit den Vernetzungsstellen in den Ländern statt. Ziel der Aktionstage ist es, Kinder und Jugendliche durch Mitmach-Projekte an einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung heranzuführen. Multiplikatoren sind durch begleitende Informationsveranstaltungen, Fortbildungen, Workshops und Fachtagungen aktiv in die Qualitätsoffensive eingebunden. Dabei arbeiten Schüler, Lehrer, Eltern und Essensanbieter gemeinsam an einer Verbesserung der Verpflegungskonzepte an ihrer Schule.

Unterstützt wird die Arbeit der Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Bundesländern vom Nationalen Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ). Die Aufgabe des NQZ besteht darin, auf Bundesebene die Vernetzungsstellen in ihrer Koordination und Vernetzung zu unterstützen. Das NQZ wurde 2016 durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eröffnet.



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