Serie: Kinos & Foodservice 2017 (Teil 3)

Kinopolis: Von Programm- bis Premium-Verwöhnkino

Kinopolis-Kinos: hausgemachtes Popcorn im Fokus, dank spezieller Wärmeschränke stets gut temperiert.
Kinopolis
Kinopolis-Kinos: hausgemachtes Popcorn im Fokus, dank spezieller Wärmeschränke stets gut temperiert.

Eine stabile Sache ist das Kino-Business nicht. Die Kino-Betreiber in Deutschland wissen um ihre Abhängigkeit von in- und ausländischen Blockbustern – als Garanten für starke Frequenzen. Und nun wird die Konkurrenz durch Streaming-Plattformen à la Netflix weiter befeuert. Mit welchen Tools lässt sich die Attraktivität für die Besucher steigern? Nach den Teilen 1 und 2 nun Teil 3 unserer Kino-Story mit Kinopolis – viertgrößter Player der Top 5.

Mit 35,5 Mio. € Foodservice-Umsatz in 17 Units mit 137 Leinwänden und 26.207 Sitzplätzen liegt die Kinopolis Management Gesellschaft im Ranking der größten Kino-Ketten in Deutschland auf Rang 4. Hinsichtlich Anzahl und Größe der Säle als auch in Bezug auf die Marktpositionierung variieren die einzelnen Kinopolis-Standorte. Das Spektrum reicht vom mehrfach ausgezeichneten Programmkino über ein Premium-Verwöhnkino mit Service am Platz (Gloria Palast in München), bis hin zum besucherstärksten Multiplexkino Deutschlands, dem Mathäser Filmpalast in München. Insgesamt zwölf Standorte gelten als klassische Multiplexkinos.

Fast alle Besucher verzehren

„Das Speisen- und Getränkeangebot sowie das Serviceniveau unserer gastronomischen Bereiche stellen einen wichtigen Baustein für einen rundum angenehmen Kinobesuch dar“, konstatiert Andreas Hufer, Gesamtbetriebsleiter F&B, Kinopolis. „Kaum einer unserer Kinogäste verzichtet darauf, sich seinen Filmgenuss zu versüßen. Dass sich diese Entwicklung in den letzten Jahren verstetigt, ja verstärkt hat, freut uns natürlich. Wir sind uns aber auch der Verantwortung bewusst, dass Produktqualität, Darreichungsform und Kaufambiente die Erwartungen unserer Gäste mindestens erfüllen müssen.“

Volatiles Geschäft

Die je nach Filmangebot stark wechselnden Gästestrukturen und deutlichen Nachfragespitzen machen das Kino-Foodservice-Geschäft äußerst volatil. Darum wird auch bei Kinopolis regelmäßig in das gastronomische Angebot investiert. Heißt: in sämtliche Bereiche, vom Produkt bis zum Theken- bzw. Innenausbau inklusive Förderung der Mitarbeiter. Parallel werde laufend in die Thekenanlagen und die digitale Bewerbung des Angebots investiert, heißt es außerdem. Zuletzt wurden etwa die Popcorntheken im Standort in Rosenheim komplett erneuert.

Hausgemachtes warmes Popcorn

„Dank eigens entwickelter Wärmeschränke können die Gäste das stets hausgemachte Popcorn seitdem auch in Rosenheim warm genießen. Aktuell arbeiten wir an der Erneuerung der Popcorntheken in drei weiteren Standorten, die noch in diesem Jahr abgeschlossen sein werden“, erklärt Hufer.

Attraktivität steigern

„So intensiv wie im Kino erlebt man einen Film sonst einfach nirgends.“ Um die Attraktivität weiter zu steigern, kombiniere man in den Kinopolis beispielsweise das Filmangebot in verschiedenster Art und Weise mit einem Rahmenerlebnis und einem passenden gastronomischen Angebot, so Andreas Hufer. Eine weitere große Kino-Kette, die mit ihren gastronomischen Aktivitäten schon seit Jahren in Richtung Premium vorprescht, stellen wir im 4. Teil unserer Kino-Serie vor.

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