Serie: Liefern Sie schon?

L'Osteria braucht spezielle Rucksäcke

Für die großen L'Osteria-Pizzen mussten die Rucksäcke des Logistik-Partners angepasst werden.
L'Osteria
Für die großen L'Osteria-Pizzen mussten die Rucksäcke des Logistik-Partners angepasst werden.

Das Liefergeschäft wird für viele Gastro-Betriebe immer wichtiger. Wir haben sechs Unternehmen gefragt, wie sie mit dem neuen Vertriebszweig umgehen. Diesmal: L'Osteria.

Am 1. März 2016 lieferte Foodora die erste Bestellung aus der L’Osteria am Münchner Gasteig – seitdem haben sich 32 weitere Restaurants der Marke der Partnerschaft mit dem Lieferdienst angeschlossen. Die Plattform ist bislang die einzige, über die Kunden die L’Osteria-Pizzen und -Pastagerichte nach Hause oder ins Büro ordern können.

Um dies zu ermöglichen, fertigte der Lieferdienst eigens spezielle Rucksäcke an, in denen auch die besonders großen L’Osteria-Pizzen transportiert werden können. Zu den Herausforderungen, die sich im Vorfeld stellten, gehörte außerdem, das Bestellverhalten und Bestellvolumen zu quantifizieren – und eine Lösung zu finden, wenn für kurze Zeit die Anfrage nach Bestellungen nicht mehr im Restaurant zu bewältigen ist. „Hierfür wurde extra auf foodora.de ein Informationsfeld eingefügt, das aktiv geschaltet wird, wenn wir zu Hoch-Zeiten mehr Bestellungen hereinbekommen, als unser Pizzaofen hergibt“, erklärt CEO Mirko Silz.

L'Osteria: Sogar reine Liefer-Standorte sind denkbar

Ausschlaggebend dafür, ob eine L’Osteria liefern lässt, ist vor allem die Lage des Restaurants. „Der Lieferradius entspricht zwei Kilometern. Gäste dürfen durch die Kuriere keinesfalls gestört werden – „daher haben wir uns darauf geeinigt, dass die großen Rucksäcke der Kuriere draußen bleiben müssen. Der Kurier ist also von den Gästen, die ihre Pizza selbst zum Mitnehmen bestellen und abholen, nur an der Uniform zu unterscheiden,“ so Silz.

Fast alle Gerichte auf der Speisekarte können auch geliefert werden. Ausnahmen bilden wenige Desserts & Antipasti. Bei der Preisgestaltung hat sich L’Osteria für eine Liefergebühr von 3,90 € entschieden, die zusätzlich zu den regulären Inhouse-Preisen berechnet wird.

Sogar die Eröffnung von ‚Ghost-‘ oder ‚Delivery only-Restaurants‘ für ein reines Liefergeschäft kann Silz sich vorstellen: „Sicherlich eine interessante Überlegung. Allerdings muss diese Form möglicher Verbreitung zur grundlegenden Expansionsstrategie der Marke passen. Ein Vorteil wäre dann sicherlich die schnelle Verfügbarkeit eines qualitativ hochwertigen Endproduktes für den Endkunden.“

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