Serie Suppentrends (Teil 3)

Gerichte für Leute, die in der Welt rumkommen

Die Kundschaft von Cadadia und Soupkultur bezeichnet Gründer Alexander Clauss als Menschen, die für Neues offen sind.
Cadadia
Die Kundschaft von Cadadia und Soupkultur bezeichnet Gründer Alexander Clauss als Menschen, die für Neues offen sind.

Suppen galten einst als Arme-Leute-Essen, heute sind sie Trend-Food, soziale Distinktionsmittel, Standard auf Party-Buffets. Gastro-Profis berichten von ihren Favoriten. Hier die Suppenbar-Formel Cadadia. Der Text erschien zuerst und in einer ausführlicheren Version in der Novemberausgabe der foodservice.

Für Alexander Clauss ist klar: "Das Interesse an vegetarischen und veganen Gerichten wird hierzulande weiterhin wachsen." Clauss betreibt in Berlin seit rund zwölf Jahren die Suppenbar-Formel Cadadia und hat erst vor wenigen Monaten Soupkultur übernommen. Insgesamt betreibt das Unternehmen aktuell sieben Standorte.

"Die Gäste wollen immer öfter wissen, was sich in ihrem Essen befindet. Es wird regelmäßig und oft sehr spezifisch nachgefragt", sagt er. Die rund 30 Mitarbeiter des Unternehmens werden alle entsprechend geschult, jeder Mitarbeiter kann dem Kunden die gewünschte Antwort auf seine Frage geben.

Abwechslungsreich und gesund

Suppen liegen seit Jahren insbesondere bei jenen Menschen im Trend, die sich abwechslungsreich, gesund und nachhaltig ernähren wollen, weiß Clauss. Die Kundschaft von Cadadia und Soupkultur bezeichnet der Unternehmer als Menschen, die für Neues offen und in der Welt herumgekommen sind.
Alexander Clauss, Geschäftsführer von Cadadia.
Cadadia
Alexander Clauss, Geschäftsführer von Cadadia.

Clauss und seine Mitarbeiter stellen wöchentlich eine neue, in der Regel saisonal abgestimmte Karte zusammen. "Wir bieten täglich mindestens zwei verschiedene Fleisch-Suppen an, aber natürlich auch mehrere vegetarische, vegane und Bio-Suppen", erklärt Alexander Clauss. Dazu kommen im Herbst beispielsweise eine Käsesuppe mit Kartoffelwürfeln und frischen Kräutern (4,85 Euro) oder eine Meerrettichcremesuppe mit Rinderbrust, Roter Bete und Wasabinüssen (4,95 Euro).

Regionaler Bezug

Die Zutaten haben meist einen regionalen Bezug. Jede Portion umfasst 400 Milliliter Brühe. Mehr als 10.000 Suppen verkauft das Konzept in Berlin monatlich, wodurch insgesamt rund 80 Prozent des Unternehmensumsatzes generiert werden. Der Durchschnittsbon beträgt laut Alexander Clauss etwa 7 Euro. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen.
„Das Interesse an vegetarischen und veganen Gerichten wird hierzulande weiterhin wachsen.“
Alexander Clauss, Geschäftsführer von Cadadia

Das Kerngeschäft des Unternehmens findet während der Mittagszeit statt, bis etwa 15 Uhr. Entsprechend sucht sich das Unternehmen neue Standorte aus: Wichtig sei, dass Touristen sowie Büro-Angestellte die Restaurants fußläufig erreichen können, um die leichte und gesunde Lunch-Variante zu genießen.

Für Kombi- und Digital-Abonnenten: Den ausführlichen Bericht zu aktuellen Suppentrends lesen Sie in der Novemberausgabe der foodservice (E-Paper). Kein Abo? Hier geht es zum Abonnement.

stats