Shopping Center 2019 (I)

Individualität zählt!

Das Shopping Center My Zeil in Frankfurt am Main lockt mit der Vorzeige-Gastro-Etage Foodtopia (ECE).
Imago Images / Jan Huebner
Das Shopping Center My Zeil in Frankfurt am Main lockt mit der Vorzeige-Gastro-Etage Foodtopia (ECE).

489 Shopping-Center gab es in Deutschland Ende 2019 laut EHI Retail Institute, darunter sechs Neueröffnungen. Dass parallel heftig revitalisiert wurde, belegen 19 Center. Einzigartigkeit in puncto Gastro-, Erlebnis- & Entertainment-Performance gilt als entscheidendes Asset, um im Wettstreit um die Gunst der Konsumenten zu punkten. Trends & Perspektiven der Center-Branche mit Fokus auf Gastronomie, Teil 1.

+++ Wir dokumentieren die Shopping-Center-Story mit Original-Fakten und Original-Statements ohne Coronakrisen-Anpassung, um die Vergleichbarkeit, Erfolge und den Zeitgeist aus 2019 unverfälscht erhalten zu können. +++
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Die Betreiber und Planer der Shopping-Center-Branche hierzulande buhlen 2019 und 2020 vermehrt mit individuellen Projekten um die Gunst der Konsumenten. Es gilt, das steigende Anspruchsniveau maßgeschneidert zu bedienen – besser: zu antizipieren –, dem E-Commerce Paroli zu bieten und sich im harten (Verdrängungs-)Wettbewerb zu behaupten.

2019 verwirklichten die Center-Spezialisten ihre kreativen Ideen für trendorientierte, erlebnisstarke Enter- sowie Eatertainment- Konzepte in sechs komplett neu errichteten Centern sowie 19 revitalisierten Bestands-Objekten, eruierte das EHI Retail Institute für seinen aktuellen Shopping Center Report 2020. Heißt, im Vorjahr wurde in der Center-Branche gehörig investiert. So hatte beispielsweise allein der größte Shopping-Betreiber in Deutschland, ECE, für acht große Refurbishment-Projekte (davon 5 in D) 2019 ein Budget von rund 200 Mio. Euro veranschlagt.
Performance-Eckpfeiler 2019

2019 standen bei den Betreiber-Spezialisten folgende Best-Performance-Benchmarks im Fokus:

  • Uniqueness: einzigartige, individuelle Positionierung, um Vorsprung im Wettbewerb zu gewinnen
  • Architektonische Attraktivität (wichtige Kriterien: Nachhaltigkeit, Ökologie usw.)
  • Hohe Frequenz- und lange Verweildauer
  • Wohlfühlatmosphäre und Treffpunktcharakter
  • Magnetwirkung insgesamt sowie besonderer Branchen – hier allen voran die Gastronomie.

Katalysator-Wirkung der Gastronomie

Attraktive Gastronomie-Mixe mit hoher Erlebnisqualität gelten bei den Center-Entwicklern und Betreibern 2019/20 darum als entscheidende Katalysatoren für Frequenz- und Verweildauer-Bestmarken. "Die Verstärkung der Gastronomie in den Centern, die mittlerweile einige Jahre im Gange ist, entwickelt sich weiter", beobachten die EHI-Marktforscher.

Es zeigt sich: Je kreativer und individueller der Ausbau des kulinarischen Portfolios, desto stärker die Vorteile fürs gesamte Center. Es geht mehr denn je darum, attraktive Schauplätze fürs gesellschaftliche Miteinander zu bieten: Center zum Treffen, zum Wohlfühlen, zum Erleben ... das viel besprochene zweite Wohnzimmer der Konsumenten zu sein.

Gegenangebot zur "digitalen Couch"

Eine möglichst besondere und einzigartige Zusammenstellung von Entertainment-, Shopping- und Eatertainment-/Gastro-Konzepten bietet den Betreibern die Chance, sich zu profilieren und sich von Wettbewerbern sowie dem Online-Handel abzugrenzen. "Handelslagen werden ein erlebnisreiches Gegenangebot zur ‚digitalen Couch‘ schaffen müssen", weiß das EHI aus seinen Recherchen. "Menschen schätzen den Austausch und die Geselligkeit, Handelsstandorte sind eine gute Plattform dafür. Und Gastronomie wird in dieser Kombination naturgemäß ein sehr wichtiger Baustein sein."


Und wer sind die größten Center-Betreiber in Deutschland? Den kompletten Shopping-Center-Beitrag lesen Sie in der Maiausgabe der foodservice. Jetzt im E-Paper lesen. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.

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