Shopping Center

Die Malls öffnen – und ein paar Gastro-Units

Leere Stühle: Die Food Courts in den Shopping Centern bleiben leer.
Imago Images / Andre Lente
Leere Stühle: Die Food Courts in den Shopping Centern bleiben leer.

In den meisten Bundesländern gelten seit dem 20. April leichte Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen. Dazu gehört die Öffnung von Geschäften mit weniger als 800 Quadratmetern – und mit diesen in einigen Bundesländern auch die der Shopping Center. Die Gastro-Mieter dort sind allerdings noch zurückhaltend, wie Lukas Nemela, Pressesprecher des Shopping-Center-Entwicklers und -Betreibers ECE in Hamburg, gegenüber FOOD SERVICE bestätigt.

Die Eröffnung von Shopping Malls war zunächst in zwölf Bundesländern wieder zugelassen worden. Teilweise ließen sich die Länder mit ihren Verordnungen bis zum Abend des 17. April Zeit, was für Center- wie Geschäftsbetreiber bis zum Morgen des 20. nur ein schmales Zeitfenster zur Vorbereitung ließ. Dazu kommt: Öffnen dürfen in den Centern nur die Geschäfte bis 800 Quadratmetern (in einzelnen Bundesländern größere, die ihre Fläche begrenzen).


Gastronomie-Angebote dagegen dürfen weiterhin nur Take-away und Delivery anbieten, zudem noch je nach Bundesland mit unterschiedlichen Einschränkungen. So setzen einzelne Bundesländer für den Take-away-Betrieb einen Mindestabstand um die jeweilige Gastro-Einheit voraus, in dem das dort gekaufte Essen nicht verzehrt werden darf. 

Regeln für Shopping-Center-Gastronomie nach Bundesland
  • Baden-Württemberg Nur Take-away
  • Bayern Shopping Center geschlossen, Lockerungen erst zum 27.4.
  • Berlin Shopping Center geschlossen, Verordnung bis 26.4. verlängert 
  • Brandenburg Nur Take-away
  • Bremen Nur Take-away
  • Hamburg Nur Take-away
  • Hessen Nur Take-away, neu: auch Eisdielen
  • Mecklenburg-Vorpommern Kein Verzehr in der Mall
  • Niedersachsen Nur Take-away, kein Verzehr 50 Meter rund um die Gastro-Unit
  • Nordrhein-Westfalen Nur Take-away, kein Verzehr 50 Meter rund um die Gastro-Unit
  • Rheinland-Pfalz Nur Take-away, neu: auch Eisdielen
  • Saarland Nur Take-away
  • Sachsen Nur Take-away
  • Sachsen-Anhalt Nur Take-away, neu: auch Eisdielen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen Verordnungen werden voraussichtlich erst am 24.4. gelockert
Angaben ohne Gewähr. Einzelne Städte können abweichende Regeln erlassen. Quelle: ECE, Stand 20.4.

Sitzmöglichkeiten in Centern geschlossen

Dementsprechend zeigte sich am ersten Tag der Lockerungen bei den Gastronomie-Angeboten ein sehr heterogenes Bild, so Nemela. "Meist haben in den verschiedenen Centern aktuell jeweils einige Betreiber für das erlaubte Take-away-Geschäft geöffnet. Viele prüfen derzeit noch, ob bzw. ab wann sie wieder eröffnen können bzw. werden", so Nemela zur aktuellen Situation. In wenigen Tagen werde man ein klareres Bild haben, schätzt Nemela.


Das gelte auch für die im vergangenen Jahr eröffnete Gastro-Etage Foodtopia im Frankfurter Center MyZeil. Hier gebe es zudem die Besonderheit, dass die meisten Konzepte dort eher nicht auf Take-away ausgerichtet sind. Generell informiert die ECE nach eigenen Angaben alle Mieter über die jeweils gültigen Regelungen. Zudem seien in allen Shopping Centern die Sitzbereiche gesperrt, um zu verhindern, dass sich dort Menschenansammlungen bilden.
Über die ECE
Die ECE realisiert große Immobilienprojekte wie Shopping-Center, Konzernzentralen, Bürohäuser, Industriebauten, Logistikzentren, Hotels und Stadtquartiere und ist mit rund 195 Einkaufszentren im Management und Aktivitäten in zwölf Ländern einer der größten Betreiber von Shopping-Centern in Europa. 1965 von Versandhauspionier Professor Werner Otto (1909-2011) gegründet, befindet sich die ECE bis heute im Besitz der Familie Otto und wird seit 2000 von Alexander Otto, dem Sohn des Firmengründers, geführt.





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