Snack Monitor 2018

Handlungsbedarf für Bäcker

Delikant

Der Hamburger Feinkosthersteller Delikant hat pünktlich zur Internorga die Ergebnisse des Snack Monitors 2018 vorgestellt. Noch dominiert der Bäcker mit Bedienung das Geschehen in Sachen Brotsnacks, aber LEH und Backstationen sind auf der Überholspur.

Zunächst zeigen die Ergebnisse, dass die Definition des Begriffs "Snack" nach wie vor eine Vielzahl von möglichen Erscheinungsformen zulässt. Die Frage, welche Lebensmittel als Snack zählen, beantworteten die meisten Befragten mit Obst (64,7 %), gefolgt von Schokoriegeln (59,8 %) und Joghurt (57,2 %). Teig-basierte Angebote werden mal mehr und mal weniger mit Snacks assoziiert.

"Welche der folgenden Lebensmittel sind für Sie ein Snack?"

Betrachtet man die Verzehrhäufigkeit von Snacks, ergibt sich eine andere Rangfolge. Auf das Obst folgen hier die Stulle, der Joghurt und der Brotsnack – erst dann ist der Schokoriegel an der Reihe. Mehr als die Hälfte aller Deutschen isst die Stulle täglich (17,5 %) bzw. mehrmals pro Woche (33,9 %).

Essen bedeutet jedoch nicht gleich Kaufen: Auf die Frage, wie oft die Befragten Brotsnacks kaufen, antworten 4,2 % mit täglich und 30,1 % mit mehrmals die Woche. Dabei gibt der Großteil der Befragten 3,70 € für einen hochwertigen normalen Snack und 4,50 € für einen warmen sättigenden Brotsnack aus. Die Preisbereitschaft für Snacks im Allgemeinen liegt zwischen 2 und 4 €.

Während die Kauffrequenz über die Jahre recht unverändert blieb, haben sich in diesem Jahr die Einkaufsorte für Brotsnacks deutlich verändert. Der klassische Bäcker verliert. Er steht mit seinem Verkaufspersonal unter Druck, während der LEH und die LEH-Backstationen deutlich zulegen.

„Es besteht extremer Handlungsbedarf bei klassischen Bäckern“, sagt Norbert Kijak, Marketingleiter bei Delikant Feinkost. Da insbesondere die Impulskäufe zunehmen (2015: 52 %, 2018: 60 %), sieht er besonderes Potenzial in puncto Marketing und Produktpräsentation.

Fokusthema: Bäckergastronomie

Der Snack Monitor setzte in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Bäckergastronomie. Ermittelt wurden die Kundenerwartungen bei einem Besuch beim Bäcker zum Frühstück und Mittagessen unter der Woche sowie zum Brunchen am Wochenende.

Während Frühstück und Bäcker für die Befragten praktisch dasselbe bedeuten, fallen die Bäcker beim Mittagessen deutlich zurück. So erwägen 71,6 % der Befragten den Bäcker mit Bedienung als Ort zum Frühstücken unter der Woche, jedoch nur 36,1 % als Ort zum Mittagessen unter der Woche. Auch beim Brunch am Wochenende ist noch Luft nach oben. Hierzu würden 75, 2 % der Befragten ein Restaurant aufsuchen, aber nur 39,4 % den Bäcker mit Bedienung.
Snack Monitor 2018: Methodik
Im Rahmen der Branchenstudie wurden 1.304 Personen zwischen 18 und 69 Jahren online befragt. Befragungszeitraum war Januar 2018. Delikant präsentierte den Snack Monitor bereits zum fünften Mal.


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