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Omikron drückt Erholungstrend

Die Bahnhofs-Units der SSP Group konnten im Herbst 2021 bereits eine stärkere Erholung verzeichnen als noch im Vorjahr. Im Januar drückte Omikron auf die Umsätze des Travel-Spezialisten.
IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Die Bahnhofs-Units der SSP Group konnten im Herbst 2021 bereits eine stärkere Erholung verzeichnen als noch im Vorjahr. Im Januar drückte Omikron auf die Umsätze des Travel-Spezialisten.

Verkehrsgastronomie-Experte SSP hat die Zahlen für die ersten vier Monate des aktuellen Geschäftsjahres (Ende: 30. September 2022) veröffentlicht. Das Fazit der Travel-Spezialisten für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. Januar 2022: „Es war ein guter Start ins neue Geschäftsjahr.“

SSP habe – ungeachtet der Auswirkungen der Omikron-Variante von Covid-19 auf den Reisesektor – einen guten Start in das neue Geschäftsjahr gehabt, heißt es in der aktuellen Mitteilung von SSP. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres lag der Gesamtumsatz der Gruppe bei ca. 62 % des Niveaus von 2019.

Bereich Schiene performt am besten

Im Sommer und Frühherbst hätten sich die Umsätze gut erholt, in den ersten neun Wochen des neuen Geschäftsjahres (1. Oktober bis 5. Dezember 2021) lag der Umsatz bei ca. 66 % des Niveaus von 2019. Angeführt wurde diese Entwicklung vom Bahnsektor mit ca. 71 % des Niveaus von 2019, der von der Wiederaufnahme der Büroarbeit und dem zunehmenden Freizeitverkehr profitierte, und vom Luftfahrtsektor mit ca. 62 %, der von einer verlängerten Urlaubssaison im Herbst in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Nordamerika profitierte.
 
Die Ausbreitung der Omikron-Variante auf der ganzen Welt und die anschließenden staatlichen Beschränkungen haben sich SSP zufolge zwangsläufig auf die Passagierzahlen in vielen der Märkte ausgewirkt, so dass der Gesamtumsatz der Gruppe in den letzten acht Wochen (vom 6. Dezember bis 30. Januar) bei ca. 57 % des Niveaus von 2019 lag. Der Handel blieb im Dezember und während der gesamten Ferienzeit stabil, bevor er Anfang Januar nachließ. Die letzten Wochen seien ermutigender gewesen, da die staatlichen Restriktionen in Großbritannien und einigen kontinentaleuropäischen Märkten aufgehoben wurden und die Umsätze nun wieder einen positiven Trend aufwiesen. Dies sei vor allem auf die Stärkung des Bahnsektors zurückzuführen, da der Pendlerverkehr zurückkehrt.
 
Als Reaktion auf die schwankende Nachfrage steuere SSP weiterhin aktiv die Eröffnungen und Schließungen von Einheiten. Derzeit sind ca. 1.950 Einheiten geöffnet, d. h. ca. 72 % des Immobilienbestands, was einer ähnlichen Zahl entspricht, wie sie Anfang Dezember mit unseren vorläufigen Ergebnissen gemeldet wurde.
 
Im Einklang mit dem vierten Quartal 2021 war das bereinigte EBITDA (auf Basis von Pre-IFRS 16) im ersten Quartal des Geschäftsjahres positiv. Der Netto-Cashflow war im ersten Quartal weitgehend neutral, da das Betriebskapital weiterhin von Zahlungsaufschüben profitiert hat. Anfang Februar wurde die von der Bank of England im Rahmen der Covid Corporate Financing Facility (CCFF) in Anspruch genommenen 300 Mio. £ vollständig zurückgezahlt, so dass die verfügbare Pro-forma-Liquidität am Ende des ersten Quartals (31. Dezember 2021) bei 630 Mio. £ lag, verglichen mit 635 Mio. £ Ende September (auf einer ähnlichen Pro-forma-Basis, ohne CCFF).
 

Erholung bis 2024

Während die Omikron-Variante weiterhin einen gewissen Einfluss auf den Handel hat, sei man zuversichtlich, dass das Unternehmen in der Lage sei, jede kurzfristige Volatilität zu bewältigen. Bis 2024 will SSP wieder flächenbereinigte Umsätze und EBITDA-Margen auf einem ähnlichen Niveau wie 2019 erreichen.

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