"Stadtliebe" in Linz

Liebe geht durch den Magen

Das Design des 300 Plätze-Restaurants setzt eindeutig auf eine moderne, etwas raue Gemütlichkeit und Fülle, die den Besucher buchstäblich ‘umarmt‘ und aufnimmt.
Stadtliebe
Das Design des 300 Plätze-Restaurants setzt eindeutig auf eine moderne, etwas raue Gemütlichkeit und Fülle, die den Besucher buchstäblich ‘umarmt‘ und aufnimmt.

Im Herzen von Linz geht es um die Liebe: zum Bier, zum Wein, zum guten Essen und zur Stadt. Folgerichtig hört das Vorzeige-Restaurant von Edi Altendorfer und Paul Gürtler im ehemaligen Ursulinenhof auf den klangvollen Namen ‘Stadtliebe‘: ein unaufdringlich-cooles Zuhause auf Zeit für Einheimische und Touristen.

Seit der Eröffnung im August 2016 lieben die aufgeschlossenen Linzer das Craft-Bier-affine Konzept, das dem florierenden Wirtschafts- und Industriestandort ein Stück internationales Flair verleiht. Gastronom Edi Altendorfer und sein Partner, Hauben-Koch Paul Gürtler, haben hier umgesetzt, was sie auf Trendreisen um die ganze Welt gelernt haben: urbane Gastronomie mit heimatverbundenem Wohlfühlcharakter.

Herzstück der Stadtliebe ist die Bar: Zwölf Biere fließen hier offen aus dem Hahn, 33 weitere gibt es flaschenweise. Unentschlossene oder Craft-Bier-Neulinge werden mit der ‘Stadtliebe Bierkost‘, einer Auswahl der fünf aktuellen Top-Seller in 0,1-l-Gläsern, an das Thema herangeführt. „Alle Brauereien im Umkreis von 70 km sind bei uns vertreten“, unterstreicht Altendorfer. Der Bierausstoß lag im ersten Jahr bei etwa 1.000 hl.

Das mag erstmal nach gar nicht so viel klingen. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Craft-Bier-Restaurants spielt Bier in der Stadtliebe zwar eine Hauptrolle, aber nicht als Solist: Mit 200 verschiedenen Tropfen kommt Wein – präsentiert in einer beeindruckenden Weinwand - eine ebenbürtige Position zu, die Umsatzanteile beider Warengruppen liegen in etwa gleich auf. Und auch Spirituosen kommen nicht zu kurz: „Unter anderem bieten wir neun verschiedene Gin-Sorten an, auf Wunsch auch flaschenweise“, berichtet Altendorfer und verweist auf den abendlichen ‘Umbau‘ der Stadtliebe zur Cocktailbar, in der nach 22 Uhr zu Deep House-Klängen auch gefeiert wird. „Es geht darum, die Gäste vom Abendessen bis spät in die Nacht im Haus zu halten“, sagt Altendorfer.

Stadtliebe
Eröffnet August 2016
Inhaber/Betreiber Eduard Altendorfer, Paul Gürtler
Investition 1,3 Mio. €
Sitzplätze 300 innen, 200 au-ßen
Biere >47 (12 vom Fass, ca. 35 Flasche)
Weine 200
F:B 55:45
Ø-Bon 25 €
Umsatz 1. Jahr 3 Mio. € brutto
ÖZ 10.30-24.00
WE: 10.30 bis 3.00 Uhr morgens, (sonn- und feiertags 10-14 Uhr Brunch)
www.stadtliebe.at

Die schmale Speisekarte konzentriert sich auf das Wesentliche und funktioniert teilweise als Baukasten-Prinzip, „um dem Gast mehr Einfluss- und Auswahlmöglichkeiten zu geben.“ Und am Wochenende fährt die Stadtliebe zum Brunch noch größer auf: von 10 Uhr an gibt es neben frischen Backwaren, Früchten, Eierspeisen und Salatbüffet auch klassischen Sonntagsbraten, Mehlspeisen, Backhendl, Würste, Fisch, Garnelen, und und und … Im Schnitt schlemmen rund 200 Gäste zum Festpreis von 27,90 € inklusive Getränke.

Stadtliebe: Aus Liebe zum Bier, zum Wein, zum Essen, zur Stadt


„Wir möchten nicht zum Wirtshaus mit fixen F&B-Standards werden, sondern gemäß unseres Street Food-Ansatzes in Bewegung bleiben“, so Gürtler. Zudem sind Anspruch, Vielfalt und Abwechslung in puncto ‘Speis und Schank‘ – so der Untertitel des Konzepts - ein wichtiges Werkzeug bei der Ausrichtung des Betriebs auf die gewünschten Gästegruppen. Ein Food-Anteil von 55 % ist der Lohn der Mühe.

Die überwältigende Resonanz der Linzer auf das großstädtische Konzept weckt Begehrlichkeiten und den Wunsch, den Erfolg an anderer Stelle zu wiederholen. Eine Fläche in Wien hat er bereits im Auge, mindestens eine weitere ‘Stadtliebe‘ soll innerhalb Österreichs noch hinzukommen, später soll es auch nach Deutschland gehen. Altendorfer ist überzeugt: „Unser Konzept des urbanen Wohnzimmers auf Zeit funktioniert in jeder Stadt.“




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