Deutsche Bahn / Station Food

Nächster Halt: Köln

Die Deutsche Bahn plant für 2019 die Entwicklung eines eigenen Foodcourts am Kölner Hauptbahnhof.
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Die Deutsche Bahn plant für 2019 die Entwicklung eines eigenen Foodcourts am Kölner Hauptbahnhof.

Die Deutsche Bahn versucht sich als Verkehrsgastronom und entwickelt Foodcourts in ihren Liegenschaften. Am Berliner Hauptbahnhof steht nun die erste Eröffnung an - im nächsten Jahr soll Köln folgen.

Jetzt geht es los - der neue Foodcourt am Berliner Hauptbahnhof öffnet seine Pforten. Entwickelt wurde das Konzept vom Unternehmen Station Food, das im Jahr 2016 als Joint Venture zwischen der Deutsche Bahn Station&Service (51%) und dem Münchener Verkehrsgastronomen Rubenbauer (49%) gegründet wurde, um gemeinsam Foodflächen in den Liegenschaften der Deutschen Bahn zu entwickeln und selbst zu vermarkten.

Unter den zwölf Konzepten, die Reisende und Pendler (Tagesvolumen rund 330.000 Personen) von nun an in Berlin versorgen sollen, zählen unter anderem die ersten Läden auf deutschem Boden von Pret A Manger aus Großbritannien und RiceUp!, einem pan-asiatischen Konzept aus der Schweiz. Insgesamt beläuft sich die Investitionssumme für der Foodcourt auf rund 7 Mio. Euro.

900 Quadratmeter in Köln

Das Berliner Verkehrsgastro-Konzept der Bahn soll jedoch erst der Anfang sein: Marcus Paul, Geschäftsführer von Station Food, stellte beim jüngsten Forum Systemgastronomie der DEHOGA weitere Pläne des Unternehmens vor. So verriet er den rund 350 Branchen-Kennern, dass sich das Unternehmen im nächsten Jahr am Kölner Hauptbahnhof mit einem ähnlichen Konzept wie in Berlin versuchen möchte. Im Gegensatz zum Hauptstadt-Bahnhof, wo Station Food insgesamt 1600 Quadratmetern bespielen kann, steht in Köln allerdings lediglich eine Fläche von rund 900 Quadratmetern zur Verfügung.

Das Unternehmen plant, jährlich einen neuen Foodcourt an einem großen Bahnhof in Deutschland zu entwickeln. "Die bespielbare Fläche muss mindestens 800 Quadratmeter umfassen, sonst macht das für uns keinen Sinn", so Marcus Paul.

Verkehrsgastronomie wächst

Für die Bahn könnte sich das Wagnis Verkehrsgastronomie lohnen. Schließlich finden heute etwa laut Marktforscher Jochen Pinsker neun Prozent aller Besuche im Außer-Haus-Markt in Gastrobetrieben an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen statt (Stand August 2018).

Besondere Schwierigkeiten bei der Realisierung eines solchen Konzepts sieht der Station-Food-Geschäftsführer vor allem in der Akquise von Fachpersonal: "Wir haben für unseren Foodcourt in Berlin insgesamt 125 Mitarbeiter gesucht, und wir haben immer noch nicht alle Stellen besetzt."

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