Studentenwerk Dresden

Zusammen.Wirken. – das Motto zum 100.

Heute wie anno 1919 ein Vorreiter. Das Studentenwerk Dresden war das erste seiner Art in Deutschland. Heute erlösen seine Hochschulgastronomen den höchsten Pro-Kopf-Umsatz im DSW.
Anna Hasselbach
Heute wie anno 1919 ein Vorreiter. Das Studentenwerk Dresden war das erste seiner Art in Deutschland. Heute erlösen seine Hochschulgastronomen den höchsten Pro-Kopf-Umsatz im DSW.

Am 4. Dezember 1919 wurde die erste genossenschaftliche Organisation zur Unterstützung von Studenten geschaffen – das Studentenwerk Dresden, das erste Studentenwerk in Deutschland. Den 100. Geburtstag begingen die Dredener unter dem Motto: Zusammen.Wirken. – Zusammen.Feiern.

Im Rahmen des Festaktes zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Studentenwerks Dresden am 4. Dezember wurden Monika Niehues, Kanzlerin der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden, und Karin Hollstein, Kanzlerin der Hochschule Zittau/Görlitz, mit der Verdienstmedaille des Deutschen Studentenwerkes, dem Dachverband der 57 deutschen Studenten- und Studierendenwerke, geehrt.
Gewürdigt wurde ihr herausragendes Engagement im Verwaltungsrat des Studentenwerks Dresden. Beide Kanzlerinnen wirkten in diesem Gremium seit mehr als zehn Jahren mit. Sie unterstützten das Studentenwerk Dresden bei den vielfältigen Themen und in der Zusammenarbeit mit den Hochschulen, den Kommunen und dem Sächsischen Immobilien- und Baumanagement. Auf diese Weise konnten pragmatische Lösungen gefunden werden, wie zum Beispiel zur Nutzung einer gemeinsamen Chipkarte, bei Investitionen im Mensabereich und bei der Ressourcennutzung. Weitere Projekte zwischen dem Studentenwerk Dresden und den beiden Hochschulen wurden durch die Vermittlung der Kanzlerinnen entscheidend vorangebracht.

Übergabe DSW Verdienstmedaille: v.l.: der ehemalige Geschäftsführer des Stw. Dresden, Prof. Dr. Rudolf Pörtner, Andreas Spranger, studentischer Vizepräsident, DSW, Karin Hollstein, Monika Niehues und Martin Richter, Geschäftsführer, Studentenwerk Dresden.
Peter R. Fischer
Übergabe DSW Verdienstmedaille: v.l.: der ehemalige Geschäftsführer des Stw. Dresden, Prof. Dr. Rudolf Pörtner, Andreas Spranger, studentischer Vizepräsident, DSW, Karin Hollstein, Monika Niehues und Martin Richter, Geschäftsführer, Studentenwerk Dresden.
Den kulturellen Rahmen der Feier im Audimax der Technischen Universität gestalteten künstlerische Gruppen, die das Studentenwerk Dresden seit vielen Jahren unterstützt. Gastredner waren unter anderen Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Matthias Lüth, ehemaliger studentischer Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Dresden, Prof. Rolf-Dieter Postlep, Präsident des Deutschen Studentenwerkes (DSW) und Prof. Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden.

Das erste Studentenwerk Deutschlands

Nach 1. Weltkrieg und Novemberrevolution 1918, entstand unter dem Namen Hochschul-Wirtschafts-Genossenschaft Dresden eine Einrichtung zur Selbsthilfe. Studenten, Hochschullehrer und Bürger der Stadt kämpften hier gemeinsam gegen Hunger sowie fehlende Unterkünfte und Lehrmittel.

Heute bieten die über 600 Mitarbeiter des Studentenwerks Dresden eine große Bandbreite an Service und Beratung für rund 43.000 Studenten von acht Hochschulen in Dresden, Zittau und Görlitz an. Die 23 Mensen und Cafeterien geben täglich 18.000 Essen aus. 6.700 Wohnheimplätze stehen in 41 Wohnanlagen für Studenten zur Verfügung. 262 Kinder von Studenten werden in drei Einrichtungen betreut. Rechts-, Sozial- und eine Psychosoziale Beratung unterstützen in allen Lebenslagen.

Soll 2023 wieder in Betrieb gehen: die alte, denkmalschützte "Neue Mensa Bergstraße" im Rendering.
Stw. Dresden
Soll 2023 wieder in Betrieb gehen: die alte, denkmalschützte "Neue Mensa Bergstraße" im Rendering.
Im Rahmen der gesamte Veranstaltungsreihe "100 Jahre Studentenwerk Dresden – lernen Sie uns kennen" wurden bereits im September auch die Pläne für die Sanierung der "Neuen Mensa" vorgestellt. Das denkmalgeschützte Gebäude von 1981 soll im Jahr 2023 wieder als Mensa in Betrieb genommen werden. Es ist seit Oktober 2014 geschlossen und wurde zwischenzeitlich als Unterkunft für Geflüchtete genutzt.

Die Performance der Hochschulgastronomen in Dresden kann sich sehen lassen. Unter anderem werden hier seit Jahren mit die höchsten Pro-Kopf-Umsätze der 57 im DSW organisierten Studentenwerke erlöst. Der Gesamtumsatz ist mit knapp 15 Millionen Euro der drittgrößte im Verband.

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