Studentenwerk München

Selfservice zu Ende gedacht


24 SB-Kassen wickeln ab Februar alle zahlungsvorgänge in der neuen Mensa an der Technischen Univerisität in München-Garching ab.
Studentenwerk München
24 SB-Kassen wickeln ab Februar alle zahlungsvorgänge in der neuen Mensa an der Technischen Univerisität in München-Garching ab.

Die Mensa der Zukunft öffnet bald am Campus der Technischen Universität München in Garching für über 20.000 Studenten und Beschäftigte. Die Gäste bedienen sich selbst und zahlen an einer von 24 SB-Kassen.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Der Bericht ist in der Jubiläumsausgabe der gv-praxis zum 45jährigen Bestehen erschienen. Das komplette E-Paper ist ausnahmsweise auch für Nicht-Abonnenten frei lesbar.

Das Prinzip lautet "Alle machen alles selbst": Speisen im Free Flow zusammenstellen, bezahlen, abräumen. "Das klappt gut", meint Hochschulgastronomie-Chef Gregor Fricke. Der stellvertretende Geschäftsführer des Studentenwerks München hat das System getestet, Chaos und Ordnung sowie Begeisterung erlebt. In wenigen Monaten wird die innovative SB-Mensa an der Technischen Universität (TUM) live geschaltet.

Kein Zweifel, der 34-Jährige liebt Experimente – wenn sie Fortschritt versprechen. "Einfach ausprobieren" ist seine Devise. Mit Rückschlägen kann er gut umgehen, indem er die Learnings mitnimmt. Und er ist überzeugt, dass Digitalisierung und smarte Technologien unbedingt zum Vorteil der Menschen genutzt werden sollten. Prozesse vereinfachen und Personalkapazitäten für Aufgaben gewinnen, die zufriedenstellen.

Rundum SB-Service für 7.000 Essen

Am TUM-Standort Garching spielen die Hochschulgastronomen auf 5.300 Quadratmetern Gesamtfläche in einer neuen Liga. Fast 3.000 Quadratmeter Gastraum, 1.750 Sitzplätze, 50 Mensamitarbeiter und ein Invest von 44,5 Millionen Euro beschreiben die Dimension des Zukunftsprojekts mit modernster Küchen- und Spültechnik. Der Campus wird von 15.000 Studenten besucht. 7.000 Beschäftigte halten den Hochschulstandort am Laufen. Das Mensaprojekt startete 2011 und ist nur eine von vielen Baumaßnahmen, die das Studentenleben an der gesamten Hochschule München ganzheitlicher, gesünder und lernfreundlicher machen sollen.

Die Waage erkennt am Barcode auf der Unterseite des Tellers, welches Gericht darauf ist und registriert nach der Feinauswahl per Gewicht den Preis. Abgebucht wird automatisch von der Karte auf dem Zahlterminal.
fbk
Die Waage erkennt am Barcode auf der Unterseite des Tellers, welches Gericht darauf ist und registriert nach der Feinauswahl per Gewicht den Preis. Abgebucht wird automatisch von der Karte auf dem Zahlterminal.
Nicht allein die Kapazität der Mensa ist beeindruckend. Der 100-prozentige SB-Ansatz ebenfalls. Die Gäste nehmen sich das Geschirrteil neben der Speiseausgabe ihrer Wahl und stellen ihr Wunschgericht aus Beilagen, Fleisch, Gemüse, Fisch oder Veggie-Angebot zusammen. An der Kasse kommt der Teller auf die Waage. Sie liest den Barcode an der Unterseite und weiß, was darauf sein kann. Ein kurzes Dialog-Menü auf dem Touchscreen des Kassenterminals klärt die Details. Derweil liegt die Studentenkarte auf dem Kartenterminal. Weitere Menü-Teile wie Dessertbecher oder Salatschälchen stellt man nacheinander auf die Waage. Die  Getränke werden gescannt. Ein Touch auf "Bezahlen", der Endbetrag wird abgebucht und der Bon wird ausgedruckt. So einfach kann bezahlen sein.
„Selfservice reduziert Lebensmittelabfälle. Wer nach Gewicht bezahlt, achtet einfach besser auf die Menge.“
Gregor Fricke, Leiter Hochschulgastronomie und stellv. GF, Studentenwerk München

System wird verfeinert

Nach der Pilotphase in der kleineren Mensa Pasing soll im Display noch ein akustisches oder optisches Signal integriert werden, das dem Gast sagt: Der Bezahlprozess ist abgeschlossen. "Derzeit kommt es vor, dass Gäste ihre Bezahlkarte zu schnell vom Terminal nehmen. „Das ist aber in der Regel auch kein Problem", so Fricke. Schlimmstenfalls bleibt das Studentenwerk auf einer Rechnung sitzen. Damit auch ausländische Studenten und Gäste es leicht haben, wird demnächst Englisch als Menü-Sprache nachgerüstet.

TUM München: SB-Service zu Ende gedacht



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