Studentenwerke

Süß, bitte!

Am Muffin führt kein Weg vorbei. Der Dessertklassiker gehört zum Sortiment vieler Studentenwerke.
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Am Muffin führt kein Weg vorbei. Der Dessertklassiker gehört zum Sortiment vieler Studentenwerke.

Fruchtig, schokoladig, vegan oder lieber mit wenig Zucker? Wie Studierendenwerke mit Kuchen & Co möglichst viele Gäste in Cafeteria und Mensa glücklich machen wollen. Antworten aus Dresden und Münster.

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Lieber ein überschaubares Angebot aus drei oder vier Produkten, die regelmäßig wechseln, als täglich die immer gleiche XXL-Auswahl: „Damit fahren wir am besten. Zu viele Offerten überfordern nur“, ist Heiko Winter überzeugt. Der Fachbereichsleiter in der Alten Mensa Dresden verantwortet auch das Cafeteria-Sortiment des Studentenwerks. Insgesamt bedienen 22 Betriebseinheiten den kleinen Hunger, Mensen ebenso wie Cafeterien. Das süße Repertoire ist ein Mix aus klassisch und modern, Convenience und Handwerk. Lediglich den sogenannten Freitagskuchen, ein Rührkuchen mit Fruchtbelag, produzieren die größeren Betriebe einmal in der Woche selbst. Typische Teilchen wie Nussecken, Schweinsohren und Puddingschnecken stammen von lokalen Bäckern. Den überwiegenden Teil des Angebots decken industriell hergestellte Backwaren ab – mit steigender Tendenz. Das bringe gleich mehrere handfeste Vorteile mit sich, so Winter. „Zum einen können wir mit vielen verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten, während Verträge mit Bäckern ausgeschrieben werden müssen. Das erleichtert uns, schneller auf Trends zu reagieren und das Angebot aufzufrischen.“


Zum anderen, argumentiert der Fachbereichsleiter, bietet Convenience-Ware längere Standzeiten. Ein deutliches Flexibilitätsplus gegenüber Bäckereierzeugnissen, deren Frischegarantie häufig bereits nach 24 Stunden ab Produktion ablaufe. „Mit industriell hergestellten Offerten sind wir besser vor Schwankungen in Qualität und Optik gefeit“, denkt Winter. Schließlich zählen neben inneren Werten auch Äußerlichkeiten.

Besonders anziehend wirkt die Kombination aus kreativ und exotisch. Saisonales spielt lediglich eine Nebenrolle, mit Ausnahme der Erdbeerzeit. „Immer beliebter sind Offerten, die mehrschichtig sind, außergewöhnlich belegt oder gefüllt, zum Beispiel mit Früchten aus der Superfood-Riege, von Cranberrys bis Sanddorn.“

Im besten Fall sehen Backwaren nicht nur lecker aus, sondern klingen auch gesund, resümiert Winter. Die vorderen Plätze auf der Topseller-Liste belegen allerdings All-Time-Klassiker mit US-Wurzeln. Am besten laufen Muffins, Brownies und Cookies. Zuckerreduzierte Offerten haben dagegen kaum eine Schnitte bei den Dresdnern.


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