Studierendenwerk Trier

Burger-Unikate

Jeder Burger wird individuell "komponiert" und zum Wunschzeitpunkt zum Abholen bereitgestellt.
Studierendenwerk Trier
Jeder Burger wird individuell "komponiert" und zum Wunschzeitpunkt zum Abholen bereitgestellt.

Die größte Burger-Karte der Welt? Vielleicht nicht ganz. Aber Trierer Studenten können ihre Burger aus über 50 Zutaten komponieren.

Dieser Text erschien zuerst in der Februarausgabe der gv-praxis.

Die zündende Idee zum Burgenerator hatte Andreas Wagner, Geschäftsführer Studierendenwerk Trier. Er nahm die Wünsche der Studenten aus der letzten Zufriedenheitsbefragung ernst: Mehr Vielfalt, mehr Individualität, mehr Service, mehr Digital. "Konkret wollten die Studenten ihr Essen am liebsten punktgenau zu einer Uhrzeit bestellen", berichtet Wagner. Mit seiner Erfindung schlägt er alle vier Fliegen mit einer Klappe – mit einem hippen Produkt, dessen originäres Schicht-System perfekt individualisier-tauglich ist.

„Fast 9.000 Unikate gingen 2018 über den Tresen.“
Andreas Wagner, Geschäftsführer, Studierendenwerk Trier

Billionen Kreationen möglich

Rein rechnerisch können sich die Fans im Online-Burgenerator 15,6 Billionen Kreationen komponieren, online bestellen und zahlen. Fünf Buns stehen zur Wahl, drei davon vegan sowie 13 Pattys inklusive vier veganen Varianten mit dem hausgemachten Vera-Vegan-Patty als Frontrunner. Allein das Gemüse erlaubt 4.368 Kompositionen. Fast 9.000 Unikate gingen 2018 über den Tresen. Die eigens eingerichtete Live-Cooking-Station ist im Untergeschoss der zentralen Mensa Tarforst untergebracht. Auf dem Bildschirm von Burgermeisterin Vera Tenzler ploppen die Bestellungen auf, die sie für den Wunschtermin zusammenstellt. Gemüse und andere Zutaten liegen frisch in der Vitrine bereit, die Pattys und Buns im Tiefkühlfach. Sehr beliebt ist die hausgemachte Guacamole als Alternative zu Ketchup und Mayo.

Studenten geben ihren Burgern Namen

Der Regio-Kürbisburger – ein Spezial-Angebot der Burgermeisterin Vera Tenzel.
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Der Regio-Kürbisburger – ein Spezial-Angebot der Burgermeisterin Vera Tenzel.
Jeder Bestellung ist ein Bestellcode zugeordnet, der auf die gebrandete braune Papiertüte geklebt wird. Manche erfinden auch eigene Burger-Namen. Anhand von Nummer oder Namen identifiziert der hungrige Burger-Fan sein Unikat auf der Theke und nimmt es mit. Demnächst startet die nächste turnusmäßige Umfragerunde. Zwei Dinge stehen schon fest: Noch nie wurde ein Burger exakt gleich bestellt. Noch nie gab es negatives Feedback.

Im Meü wählen die Burger-Fans Tag und Uhrzeit, wann sie ihr Unikat abholen möchten. Bezahlt wird online im Voraus.
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Im Meü wählen die Burger-Fans Tag und Uhrzeit, wann sie ihr Unikat abholen möchten. Bezahlt wird online im Voraus.
Wenn auch der Umsatz nur einen kleinen Teil des Gesamtmensa-Umsatzes ausmacht, ist der Imagegewinn beachtlich. Der Wahlausschuss des Studentenparlaments fragt nach Gutscheinen für eine Tombola. Einige Studentenwerke bekunden Interesse.

Mit einem Durchschnittspreis von fünf Euro gehören die Burger zur Kategorie „gönn dir!“. Obwohl Studenten an neun Kassenautomaten ihren Studi-Rabatt erhalten und die Online-Gebühr sparen könnten, bestellen sie meist online. Nur zur Wunschzeit abholen und genießen müssen sie analog vor Ort.

Burgenerator
Standort: Studierendenwerk Trier, UG Mensa Tarforst
Start: November 2016
Initiator: Andreas Wagner, Geschäftsführer, Stw. Trier
Burgermeisterin: Vera Tenzel
Bestellung: online und an 9 Kassenterminals
Ø-Bon: 5 €
Komponenten: 51, davon 18 vegan
Umsatz 2018: 42.000 € (3,5 % des Umsatzes Mensa Tarforst)
Absatz 2018: 8.287 Burger, 1/3 veggie
Öffnungszeiten: Mo-Do. 11.15-13.45 Uhr, Fr. 11.15-13.30 Uhr





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