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Wie Corona weltweit das Essverhalten ändert

Corona ändert das Essverhalten.
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Corona ändert das Essverhalten.

Die Marktforscher von Technomic befragten 8.700 Verbraucher in 25 Ländern, wie COVID-19 ihr Essverhalten verändert hat. Die Antworten lauteten wie folgt.

Zuhause kochen boomt

Fast 60 Prozent der befragten Verbraucher kochten als Reaktion auf den Virusausbruch wieder mehr zu Hause. Der Anstieg ist angesichts der Lockdowns in vielen Ländern wenig überraschend. Schließlich galten vielerorts Ausgangssperren, teils unterlagen auch die Lebensmittelgeschäfte Einschränkungen. Große Restaurantketten versuchten, auf diesen Zug aufzuspringen, zum Beispiel mit Kochboxen oder dem Versand von Zutaten oder TK-Ware.
Welche dieser Ernährungs-Verhaltensweisen haben Sie wegen des Coronavirus geändert?
Global Höchste Niedrigste
Öfter zu Hause selbst kochen 58% 81%
Philippinen
28%
Japan
Mehr gesunde Nahrung und Getränke 35% 70%
Philippinen
7%
Japan
Mehr immunstärkende Nahrungsmittel in den Speiseplan integrieren 27% 64%
Indonesien
10%
Frankreich
Mehr Comfort Food gegessen 25% 56%
Brasilien
8%
Südkorea
Mehr Snacks gegessen 18% 33%
Südafrika
4%
Japan
Grundlage: 8.700 Verbraucher aus 25 Ländern.

Gesundheit & Wellness noch wichtiger

Die Verbraucher begannen in der Pandemie gesünder zu essen und zu trinken. Sie suchten auch nach Lebensmitteln, die das Immunsystem stärken. Die Hinwendung zu gesünderen Lebensmitteln und Getränken war wahrscheinlich eine Gegenreaktion zur sogenannten "quarantine 15", einem geflügelten Wort im Englischen für die Gewichtszunahme vieler zu Beginn der (Selbst-)Quarantäne. Keine Überraschung: Menschen wünschen sich Optionen, von denen sie glauben, dass sie ihre Chancen erhöhen, nicht krank zu werden. Letzteres wird wahrscheinlich noch eine Weile so bleiben.

Comfort Food & Snacks gefragt

Die Verbraucher bestellten inmitten der Quarantänezeit Comfort Food wie Burger und Pizza. Ein erheblicher Prozentsatz wandte sich diesen Lebensmitteln auch weiterhin zu – sei es im Restaurant oder zu Hause. Und fast 20 Prozent begannen, häufiger zu naschen – wahrscheinlich, weil die Störung des täglichen Lebens die traditionellen Essenszeiten veränderte.


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