Tee-Handels-Kontor Bremen

Tea-to-go-Konzept in Berlin gestartet

Die neue Formel Stop for Tea soll Pendlern und Gästen am Berliner Hauptbahnhof den Teekonsum unterwegs schmackhaft machen.
Stop for Tea
Die neue Formel Stop for Tea soll Pendlern und Gästen am Berliner Hauptbahnhof den Teekonsum unterwegs schmackhaft machen.

„Tee to go ist in Deutschland kein gelerntes Konzept“, sagt Arne Holzapfel, Geschäftsführer des Vertriebsunternehmens der Marke Tee-Handels-Kontor Bremen. Mit der am Berliner Hauptbahnhof gelaunchten Marke ‚Stop for Tea‘ soll sich das nun ändern. Eine tägliche Auswahl an 15 trinkfertigen heißen und kalten Teesorten und passenden Snacks macht den Tee für Unterwegs komfortabel und attraktiv.

„Wir haben uns schon länger mit der Frage beschäftigt, wie wir das Tee-Handels-Kontor zukunftsfest machen können“, erklärt Arne Holzapfel, Geschäftsführer vom Tee-Handels-Kontor Bremen und Gesellschafter von der Holzapfel GmbH & Cie. KG. „Unser Webshop boomte schon vor Corona und seit der Pandemie noch stärker denn je. Aber wir wollten nicht im Retail-Bereich stehenbleiben.“ Holzapfels Antrieb? Die eigene Begeisterung für Tee und die Überzeugung, dass sich noch viel mehr Menschen mit seiner Begeisterung anstecken ließen, wenn nur die Hemmschwelle gesenkt und das Angebot leichter zugänglich wäre.

Auf gerade einmal 50 qm inklusive Backoffice verbindet Stop for Tea im Erdgeschoss des Berliner Hauptbahnhofs eine Auswahl des bekannten Tee-Handels Kontor Bremen Retail-Angebots aus Tees und Zubehör mit Tea-to-go und kleinen Snacks. Sitzplätze gibt es auf der Ladenfläche nicht, der Fokus solle aber klar auf der Foodservice-Säule liegen, betont Holzapfel. Die verschiedenen Teesorten werden in Aufbrühautomaten vorbereitet und nach der individuellen Ziehzeit bei Trinktemperatur (55 Grad) in Kannen umgefüllt. Teebeutel sind bei Stop for Tea tabu, alle Sorten werden aus losen Teemischungen zubereitet.
 

 „Der Standort am Bahnhof ist ideal. Denn wir brauchen natürlich eine hohe Frequenz, auf zehn Reisende kommen nur etwa zwei Tee-Trinker“, schätzt der Tee-Experte. Um auch andere Bahnhofs-Passanten nicht ohne Versorgung vorbeiziehen zu lassen, gibt es auch ein kleines Angebot an Kaffeespezialitäten. Neben Heißgetränken und kalten Getränken bietet Stop for Tea klassische britische Tee-Begleiter: Scones und Schnittchen. „Wir wollten etwas anderes anbieten als die Bäcker und Foodservice-Läden in unserer Nachbarschaft.“ Die Nachfrage gibt Holzapfel recht. Bestseller des Tee-Konzepts ist der klassische Scone mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre. Insgesamt nehme etwa ein Drittel der Kunden auch das Food-Angebot wahr.

Einen weiteren Kundenkreis will Holzapfel über eine Zusammenarbeit mit Lieferando erschließen. Der Lieferradius ist auf 2 km beschränkt, sodass eine heiße Zustellung des Tees garantiert sei. „Es funktioniert“, so Holzapfel. Starbucks habe es ja bereits vorgemacht, dass auch Heißgetränke liefertauglich sind. Tragfähige Aussagen über die Wirtschaftlichkeit des Delivery-Kanals ließen sich wenige Wochen nach dem Start allerdings noch nicht treffen.

Grundsätzlich lastet die Corona-Situation auf dem Start des neuen Konzepts. „Unter den Bedingungen der Pandemie entwickelt sich der Standort nur sehr langsam, da Reisende und Pendler größtenteils fehlen“, bedauert Holzapfel. „Unsere Mitarbeiter erhalten jedoch ein sehr positives Kundenfeedback zur Marke, zum Design des Ladens und besonders zu dem vielfältigen Teeangebot.“ Und so ist ein Roll-out des neuen Konzepts bereits in Planung. „Wir sind derzeit auf der Suche nach weiteren Standorten, wobei mit unserem Angebot nur Immobilien in einer Metropole, in Top-Lage in Frage kommen.“

Vom Potenzial seines Konzepts ist Holzapfel überzeugt: „Tee ist ein dauerhaftes Thema, nicht nur ein Hype. Immer mehr Leute steigen von Kaffee auf Tee um. Im Kräuterteebereich sehen wir sprunghafte Absätze. Unsere Kunden schätzen es, dass es mit uns jemand gibt, der etwas von Tee versteht und Tee eben nicht nur als Bei-Produkt anbietet, sondern ihn in den Mittelpunkt stellt.“
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