Top 100 Analyse: Burger, Pizza & Sushi

'Geborene' Gastro-Produkte – hochrelevant fürs New Normal

'Geborene' Produkte der Gastronomie: Pizza, Burger, Sushi.
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'Geborene' Produkte der Gastronomie: Pizza, Burger, Sushi.

Ja, drei singuläre Produkte bzw. Angebotsgruppen sind Milliarden-Bestseller in unserer Branche – und damit top präsent in allen Umsatz-Rankings. Das gilt in Deutschland, in Europa, und praktisch weltweit. Top-100-Erstellerin und foodservice-Herausgeberin Gretel Weiß analysiert die Herkunft und Bedeutung für die Gastronomie von Burger, Pizza & Sushi.

Die wichtigste Botschaft im aktuellen Corona-Kontext: Burger, Pizza & Sushi werden in nächster Zukunft als sogenanntes ‚Comfort Food‘ (sprich: Essen für die Seele) noch stärker gefragt sein als bisher. Sie haben aus diversen Gründen weitere Wachstumsreserven.
Vorneweg gilt: Unsere Gäste haben richtig Lust auf Produkte, die sie kennen, die sie lieben und mit denen sie gute Erlebnisse in Verbindung bringen. Psychologen prognostizieren bei vielen Konsumartikeln eine Rückbesinnung.  Und das gilt bei Essen und Trinken ganz besonders.

'Geborene' Foodservice-Artikel

Burger, Pizza & Sushi: Da muss in den Zielgruppen nichts neu gelernt werden. Alle Erfolgsmomente sind lange geübt, praktiziert und damit etabliert. Das gibt unseren Gästen sowohl Sicherheit als auch ein gutes Gefühl. Am Rande: komplett anders die Situation bei Konzepten und Vertriebskanälen. Da wird für die neue Normalität auch richtig viel Innovatives gebraucht.
 
Burger, Pizza & Sushi: singulär besehen, in Deutschland allesamt ‚geborene‘ Foodservice-Artikel:
  • Burger, Herkunft USA – steht für American Food.
  • Pizza, Herkunft Napoli/Italien – steht für den europäischen Kontinent und
  • Sushi mit japanischer Herkunft – der Asia-Botschafter schlechthin.
Der Verbraucher hat alle drei Produkte typischerweise im Außer-Haus-Markt kennengelernt,
ist Fan geworden und stuft sie heute zweifelsfrei als gastronomische Klassiker ein.

Typische Außer-Haus-Markt-Situationen

Will heißen: Sie werden selten oder nie in der häuslichen Küche aus Supermarkt-Zutaten hergestellt.
Ihr typischer Produktionsplatz ist die Küche eines Foodservice-Betriebes – von Imbiss, Fastfood, Lieferservice über Fullservice, Freizeit bis Fine Dining.

Wir reden von kulinarischen wie wirtschaftlichen Bestsellern im kompletten Außer-Haus-Vertriebskanal. Und das gilt lokal wie global, bei Jung  und Alt, für Arm und Reich – und: nicht nur heute, erst recht morgen und übermorgen.

Die 3 und ihre Produktcharakteristik

Was charakterisiert Burger, Pizza & Sushi? Was haben die drei Weltprodukte gemeinsam und was macht sie so stark?
  • All-in-one – alle Zutaten, Nährstoffe und Geschmacksträger für ein Essen in einem Produkt vereint.
  • Mittags-abends-immer – kleine Mahlzeit oder große Mahlzeit, werktags oder Wochenende, niedriges oder höheres Preisniveau: immer eine Nachfrageoption bzw. –lösung.
  • Servicecharakter – auf die Hand oder mitten auf dem Teller: alle Angebotslösungen sind möglich.
  • Eiweißträger – tierisch, pflanzlich oder vegan: maximal variabel.
Ja, die Power dieser Produkte setzt sich aus vielen wichtigen und wertvollen Einzelelementen zusammen und das bei voller Flexibilität.
 

Aus der Quickservice-Welt ins Premium-Segment

Jetzt zu den Details: Burger & Pizza ist in den letzten 3 bis 5 Jahren ein atemberaubendes Upgrading gelungen. Sie kommen auch immer mehr auf digitalen und gedruckten Speisekarten premium daher, haben die Grenzen der Quickservice-Welt überwunden. Sprich: bessere Zutaten. Bio. Geile Toppings. Sexy Look. Daraus resultieren dann – ein höheres Preisniveau und mit Glück auch höhere Margen.

Seit mindestens zwei Generationen sind Burger & Pizza fest in unserem Verzehrverhalten verankert. Sie sind generationenkompatibel, wir essen sie bei Spezialisten, aber längst auch bei Generalisten wie Landgasthöfen. Und für die Pizza gilt obendrein, dass sie sich ausgesprochen gut für Sharing eignet sowie der Klassiker und Volumenmatador im Delivery-Business ist.

Anders die Biographie von Sushi: Das japanische Produkt – dort ebenfalls ein geborener Gastro-Artikel – wurde in Deutschland in der Nuller-Dekade als Top-Spezialität inthronisiert. Davor war es, abgesehen von japanischen Lokalen, so gut wie nicht in der Gastronomie existent. Sushis werden klassisch kalt konfektioniert und offeriert. Auch ein geniales Lieferprodukt. Ihr fernöstliches Geschmacksprofil begeistert vor allem Food-interessierte/-verliebte Menschen. Hauptsächlich in Großstädten noch reichlich Potenzial.

Über die Top 100
Beim Ranking der 100 größten Gastronomen Deutschlands (Top 100) handelt es sich um eine exklusive Erhebung des Fachmagazins foodservice (dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main). Kernergebnisse für 2019: 6,1 Prozent Umsatzplus bei den Top 100, gut ein Viertel kommt vom Marktführer McDonald's (Umsatz 2019 geschätzt: 3,68 Mrd. €, +5,9 %). Gestiegene Durchschnittsbons treiben das Wachstum.
In der Top 100-Liste erhoben werden die gastronomischen Netto-Umsätze direkt an der Schnittstelle zum Verbraucher (System Sales) sowie die Zahl der Betriebe der großen Player. Die Werte beruhen auf freiwilligen Angaben der Unternehmen oder fundierten Schätzungen. Die Exklusiv-Analyse umfasst – Anschlussliste mitgerechnet – über 21.700 Betriebe mit mehr als 16,5 Mrd. Euro Nettoerlösen. 
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